Nur etwa 5000 von einer Million jüdischer Kinder in Polen konnten vor den Nationalsozialisten gerettet werden und haben überlebt. Heute sind sie über 80 Jahre alt.
Autor Conrad Lay ist ein paar dieser letzten Zeitzeugen in Warschau begegnet. Einige dieser Kinder wurden aus dem Warschauer Ghetto gerettet, in dem sich die leiblichen, jüdischen Eltern von ihnen trennten und sie über die Ghettomauern auf die „arische“ Seite hinüber schleusten. Polnische Pflegeeltern haben sie aufgenommen. Für die jüdischen Eltern war es die letzte Chance, zumindest ihre Kinder vor dem sicheren Tod zu retten. Und für die polnischen Pflegeeltern bedeutete es ebenfalls Lebensgefahr. Denn das Risiko war hoch, von antisemitischen Nachbarn der Gestapo gemeldet zu werden. Trotz aller Tragik und aller Dramen, diese „die Kinder des Holocaust“ erlebt haben, sind sie bis heute erstaunlich optimistisch. „Wie hätte ich ohne meinen Optimismus überleben können“, sagt einer von ihnen.
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21 Folgen
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Folge vom 31.10.2025„Wir Kinder des Holocaust“ - Gerettet aus dem Warschauer Ghetto – und was dann?
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Folge vom 09.10.2025Die Macht lag auf der Straße. Die DDR-Bürgerrechtsbewegung und ihr Blick auf die WiedervereinigungJubel, Freudentränen und Feuerwerke am Brandenburger Tor - der Mauerfall und die Wiedervereinigung gelten vielen als glückliche Momente der deutschen Geschichte. In der Oppositionsbewegung der DDR dominierte jedoch Skepsis bis Ablehnung. Ihr mutiger Widerstand in den Kirchen und an Runden Tischen sowie ihr Engagement bei den großen Massendemonstrationen waren entscheidend für das Ende der SED-Diktatur. Doch schon bald nach dem Mauerfall zersplitterten die Gruppen und viele verschwanden enttäuscht von der politischen Bühne. Heute sind sie trotz dieser historischen Bedeutung in der Öffentlichkeit nur wenigen bekannt. Warum ist das so? Wie ist die Widerstandsbewegung der DDR entstanden und wie blicken die Oppositionellen von damals heute auf die Politik und das deutsch-deutsche Verhältnis? Das Feature “Die Macht lag auf der Straße” basiert auf Interviews der amerikanischen Psychologin Molly Andrews. Seit der Wende hat sie mehr als ein Dutzend führende Bürgerrechtler*innen mehrfach interviewt - etwa zu frühen Momenten der Politisierung, ihrem Widerstand gegen die Stasi und SED, den Konflikten innerhalb der Bewegung oder dem Ostdeutschland von heute. Aus über 70 Stunden Tonbandmaterial entsteht eine vielstimmige Biographie der DDR-Opposition, von ihren Anfängen bis heute. hr 2025
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Folge vom 03.10.2025DDR-Schauspieler und -Regisseure vor und nach der Wende - Jegliches hat seine ZeitManfred Krug, Armin Mueller-Stahl, Angelica Domröse, Jutta Hoffmann - viele bekannte DDR-Schauspielerinnen und Schauspieler, auch Regisseure wie Egon Günther, haben ihrem Staat schon vor der Wende den Rücken gekehrt und sind in den Westen gegangen. Andere, wie Uwe Kockisch, Jaecki Schwarz oder der Regisseur Andreas Dresen, blieben bis zum Ende und konnten auch im wiedervereinten Deutschland ihre Karriere fortsetzen. Viele andere jedoch, unter ihnen etliche herausragende Künstler, haben den Umbruch 1989/90 nicht unbeschadet überstanden. Die Engagements blieben aus. Einstige Stars und Publikumslieblinge mussten sich mehr schlecht als recht durchschlagen, haben den Beruf gewechselt oder sich verbittert zurückgezogen. Im Westen des Landes sind sie kaum bekannt, ihre großen Filme drohen in Vergessenheit zu geraten. Im Feature von Ulrich Teusch erzählen DDR-Schauspieler und -Regisseure ihre Geschichte(n), berichten von ihrer künstlerischen Arbeit, auch von ihren politischen Erfahrungen vor und nach der Wende. Ein Blick zurück - ohne Zorn, ohne „Ostalgie“ und stets getragen von der Hoffnung, dass nicht alles vergebens war. In dieser Dokumentation aus dem Jahr 2015 sind auch der 2022 verstorbene Filmhistoriker Ralf Schenk und der 2017 verstorbene Regisseur Roland Gräf zu hören.
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Folge vom 26.09.2025Von Geistesblitzen und anderen Einfällen - "Der glücklichste Gedanke meines Lebens "Ab dem 6. Oktober werden die Nobelpreise dieses Jahres bekannt gegeben. Alle Welt ist wieder gespannt, wer diesmal eine dieser überaus begehrten Auszeichnungen erhält. Es sind Menschen, die jahre- und jahrzehntelang intensiv geforscht haben und sich von Misserfolgen nicht beirren ließen. Aber mitunter spielen auch Geistesblitze und glückliche Einfälle eine Rolle. Auch sie führen zu Entdeckungen und zu Erfindungen. Sie stoßen Entwicklungen an und tragen zum Fortschritt der Menschheit bei. Jeder kennt das Aha-Erlebnis, ein Begriff, der um das Jahr 1900 von dem Sprachtheoretiker Klaus Bühler geprägt wurde. Er bezeichnet die plötzlich eintretende Einsicht in die Lösung eines Problems, bzw. das schlagartige Erkennen von Zusammenhängen. Doch auch dem glücklichen Einfall geht meistens genaue Beobachtung und Nachdenken voraus oder auch die Muße, von der man sagt, sie sei der besondere Nährboden, aus dem die besten Gedankenleistungen entstehen. Der Geistesblitz wird vorbereitet. Nur selten zuckt er aus heiterem Himmel.