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Eine einfache Parkbank kann voller Möglichkeiten stecken
Eine einfache Parkbank kann voller Möglichkeiten stecken © Rainer Sturm / pixelio.de

Hörspiel

"Ich nannte ihn Krawatte" - Die Möglichkeiten abseits der Norm

Sie gehören hier beide irgendwie nicht hin. Ein älterer Herr im Anzug und ein Zwanzigjähriger sitzen sich täglich auf einer Bank in einer japanischen Großstadt gegenüber. Beide erkennen die Außenseiterrolle in dem anderen und kommen ins Gespräch. Ein Hörspiel über die Möglichkeiten abseits der Norm.

Eine Parkbank, irgendwo in einer japanischen Großstadt, wird zur Bühne für die Begegnung zweier Außenseiter.

Da ist der zwanzigjährige Hiro, der sich endlich wieder hinauswagt und seine Tage in einem Park verbringt, nachdem er sich zwei Jahre lang in seinem Zimmer im Elternhaus eingeschlossen und kein einziges Wort gesprochen hat. In Japan nennt man junge Menschen wie ihn "Hikikomori", In-sich-Zurückgezogene.

Und da ist der Ende fünfzigjährige Tetsu, in Anzug und gestreifter Krawatte, offenbar ein typischer japanischer Büroangestellter, nur dass er morgens auf immer derselben Parkbank gegenüber von Hiro Platz nimmt, sein Bento isst, die Zeitung liest und abends wieder nach Hause geht.

Ganz behutsam lösen sich aus dem Schweigen die ersten Wörter und Sätze, und es entwickelt sich ein langes Gespräch, in dem sich beide aus ihrer Deckung wagen und endlich ohne Angst und Scham ihre Lebensgeschichten erzählen können.

"Ich nannte ihn Krawatte" im Überblick

Ich nannte ihn Krawatte

von Milena Michiko Flašar

Mit Jakob Diehl, Michael Evers, Victoria Trauttmannsdorff u.a.

Produktion: 2013

Sendezeit So, 08.11.2015 | 21:05 - 22:00 Uhr
Sendung NDR Info "Das Hörspiel"
Radiosendung