
Hörspiel
"In der Stunde des Luchses" - Die unergründlichen Taten eines Jungen
Was ist dem Jungen widerfahren, was trieb ihn zu der schrecklichen Gewalttat, die ihn letztendlich in die Psychiatrie brachte? "In der Stunde des Luches" ist die tragische Geschichte eines Jungen, der unergründlich böse Taten begeht und des aussichtslosen Versuchs, die Taten doch zu ergründen.
Die Stunde des Luchses, das ist die 25. Stunde, die Zeit außerhalb der Zeit, in der Schreckliches und Wundersames gleichermaßen möglich ist.
Ein Junge ist an einem einsamen Ort in Nordschweden bei seinem Großvater, einem pietistischen Prediger, aufgewachsen. Nach dessen Tod zieht es ihn zu dem Haus zurück, wo inzwischen ein Ehepaar wohnt. Als ihm der Zutritt verweigert wird, erschlägt er die Leute und setzt sie Arm in Arm in eine Schneewehe.
Später zündet er das Haus an. Was sind die Beweggründe? In einer psychiatrischen Anstalt versucht man, seine Persönlichkeit zum Positiven zu verändern, indem ihm die Pflege einer Katze übertragen wird. Der Katze, er nennt sie nach seinem Großvater Valle, gilt seine ganze Liebe.
Als es erneut Schwierigkeiten mit dem Jungen gibt, will man ihm die Katze wegnehmen. Er versucht schließlich sich umzubringen. Die Versuchsleiterin, ihr wissenschaftliches Instrumentarium hat vollkommen versagt, bittet eine befreundete Theologin um Hilfe. Gemeinsam versuchen sie, dem Jungen näher zu kommen: Die nächtliche Sitzung wird für alle drei zum Martyrium und stößt an Grenzfragen des Lebens und Glaubens.
"In der Stunde des Luchses" im Überblick
In der Stunde des Luchses
von Per Olov Enquist
Produktion: 1991
| Sendezeit | So, 18.05.2014 | 14:00 - 15:05 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Hörspiel" |