Lomax sah den Einfluss von Pop auf Folk kritisch
Lomax sah den Einfluss von Pop auf Folk kritisch © Stephan Landgraf / PIXELIO

Bunt gemischtsonstiges

Klangjäger und Sammler - Alan Lomax und die traditionelle Musik der Welt

Der Musikethnologe Alan Lomax reiste durch abgelegene Landstriche und nahm dort die Musik der Bewohner auf - Musik, die bisher unberührt geblieben war.

Alan unternahm seine ersten "recording trips" mit seinem Vater. Aber schon früh ging er auch selbst auf die Reise durch abgelegene Landstriche in den USA, der Karibik und den Bahamas.

Er entdeckte eine verborgene Welt voll Liedern, Hymnen, Balladen und Songs, die von Baumwollpflückern, Feldarbeitern und Tagelöhnern gesungen wurden und die von der Hochkultur noch nicht aufgegriffen wurden.

Unter staatlicher Beobachtung wegen ‚unamerikanischer Umtriebe‘ während der McCarthy-Ermittlungen, setzte sich Lomax in den 1950er-Jahren nach England ab und unternahm von dort aus Aufnahme-Exkursionen nach Italien, Spanien und Schottland. Den Einfluss der Popmusik auf den traditionellen Folk sah er sehr kritisch und wollte einmal sogar verhindern, dass Bob Dylan mit einer elektrischen Begleitband auftrat.

Ein großer Teil der Aufnahmen, die Lomax über ein halbes Jahrhundert auf seinen Reisen machte, sind nach und nach auf LPs und CDs erschienen oder online kostenlos abrufbar. Das ließ seine Vision einer ‚Global Jukebox‘ Wirklichkeit werden. Mit Hilfe von Zeitzeugen rekonstruiert Christoph Wagner das Leben dieses bedeutenden Musikethnologen.

Klangjäger und Sammler - Alan Lomax und die traditionelle Musik der Welt im Überblick

Sendezeit Di, 26.02.2019 | 22:05 - 22:50 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Musikszene"
Radiosendung

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