
Hörspiel
"Koma Island" - Eine Freakshow unserer Ängste und Abgründe
In ihrem Hörspieldebüt "Koma Island" führt Anne Krüger eine rastlose Gesellschaft vor, stetig auf der Suche nach Ablenkung, um nicht mit sich, mit der eigenen Amoral und Gefühllosigkeit, konfrontiert zu sein. Eine Welt voller Egomanen auf der Flucht vor sich selbst. So reden sie, mit- und ohneeinander, als ginge es um ihr Leben. Obwohl alles nur Teil einer großen Show zu sein scheint - aber einer, in der nicht weniger als die Menschlichkeit auf dem Spiel steht. Eine Freakshow unserer Ängste und Abgründe - grotesk komisch und bitterernst. Und mit einer sprachlichen Kraft ausgestattet, die außergewöhnlich ist in der sogenannten jungen Dramatik.
"Koma Island" wurde mit dem "Preis der Autoren 2008" der Frankfurter Autorenstiftung ausgezeichnet. In der Laudatio heißt es: "Das Stück entzieht sich den herkömmlichen Kategorien des Dramatischen, verzichtet weitgehend auf die Logik einer fortschreitenden dramatischen Handlung, setzt auf einen abundanten Text, durch den seine Figuren eher eine Existenz gewinnen als durch das kreative Spiel der Schauspieler."
"Koma Island" im Überblick
Koma Island
von Anne Krüger
Mit Heinrich Giskes, Marc Hosemann u.a.
Produktion: 2008
| Sendezeit | Mi, 26.01.2011 | 23:00 - 00:00 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Hörspiel" |