Simon Rattle präsentiert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk  Schönbergs "Gurre-Lieder" zu ihrem 75.-jährigen Jubiläum
Simon Rattle präsentiert mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk Schönbergs "Gurre-Lieder" zu ihrem 75.-jährigen Jubiläum © Ron Pacheco / pixabay.com
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Klassische Musik

Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks feiert sein 75-jähriges Jubiläum mit einer außergewöhnlichen Aufführung von Arnold Schönbergs "Gurreliedern". Mit dieser Aufführung wird auch der 150. Geburtstag Schönbergs geehrt.

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Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks feiert sein 75-jähriges Bestehen und möchte sein Publikum mit einem ganz besonderen Konzerterlebnis beschenken! Arnold Schönbergs "Gurrelieder" werden nur selten aufgeführt, aufgrund ihres immensen Aufwands.

Diese Auswahl erscheint dem charismatischen Chefdirigenten Sir Simon Rattle als passendes Geschenk zum Jubiläum, obwohl die Größe des Orchesters und des Chores eigentlich den Rahmen der Münchner Isarphilharmonie im Gasteig HP8 sprengen würde. Mit Schönbergs "Gurreliedern" unterstreicht Rattle zudem seinen Wunsch nach einem neuen Konzertsaal im Münchner Werksviertel in energischer Weise und würdigt zugleich auch den revolutionären Komponisten zu dessen 150. Geburtstag.

Schönberg verwendete den umfangreichen Apparat in seinem weltlichen Oratorium bis auf wenige kraftvolle Höhepunkte, um die vielfältigen Klangfarben des spätromantischen Orchesters zu entfalten. Über das gesamte erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts hinweg arbeitete der Komponist an der Vertonung der ins Deutsche übertragenen Gedichte des Dänen Jens Peter Jacobsen. Franz Schreker führte die "Gurrelieder" schließlich 1913 in Wien triumphal auf.

Die Handlung dreht sich um König Waldemar und seine heimliche Liebe zu Tove, einem einfachen Mädchen aus dem Volk, auf der mittelalterlichen Burg Gurre, deren Ruinen nahe Helsingør heute noch besichtigt werden können. Nachdem die eifersüchtige Königin die Rivalin ermorden lässt, begeht Waldemar wegen dieser grausamen Tat Gotteslästerung und wird nach seinem Tod zusammen mit seinen Männern, welche aus ihren Gräbern auferstanden sind, zur wilden Jagd verdammt. Erst mit dem Aufgang der Sonne endet der Spuk. Der religiöse Unterton des Gedichts sowie die Anspielungen auf Wagners Musikdramen faszinierten Schönberg zutiefst. Kaum kann man beim Enthüllen von Toves Tod durch eine Waldtaube nicht an Siegfrieds Waldvogel oder bei Waldemars Reitern an Hagens Gefolgsleute denken, ebenso wenig wie beim leidenschaftlichen Liebesrausch des tragischen Paares nicht an Tristan und Isolde.

In drei Teilen entwickelt Schönberg ein einzigartiges Klangbild, beginnend mit der schillernden Abenddämmerung über die sinnliche Liebesnacht bis hin zum strahlenden Sonnenaufgang. Innovativ bringt Schönberg das Erwachen der Natur an einem Sommertag mittels eines Melodrams von einem Sprecher dar, bevor sich die vereinten Kräfte zum finalen Gruß an die Sonne erheben.

"Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks" im Überblick

Konzert des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks

von Schönberg

Mit Leitung: Simon Rattle / Dorothea Röschmann, Sopran; Jamie Barton, Mezzosopran; Stuart Skelton, Peter Hoare, Tenor; Josef Wagner, Bassbariton; Thomas Quasthoff, Sprecher

Gasteig HP8, Isarphilharmonie, München

19.04.2024

Sendezeit Fr, 19.04.2024 | 20:05 - 22:00 Uhr Da die Sendung live übertragen wird, können sich
Anfang/Ende der Sendung verschieben!
Sendung BR-KLASSIK "Konzertabend"
Radiosendung