Der sympathische Hüne mit dem Bass
Der sympathische Hüne mit dem Bass © Christian Seidel / PIXELIO

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Matti Salminen, Bass - zum 75. Geburtstag

Der Musikregisseur Jean-Pierre Ponnelle hat bei den Proben des Kölner Mozart-Zyklus 1972 einmal geschimpft, dass Matti Salminen unfähig sei, seinen Text zu können und verlangte dessen Rauswurf. Doch der Dirigent István Kertész widersetzte sich und er wurde in seiner Entscheidung bestätigt.

Matti Salminens Bassstimme wurde vom Dirigenten István Kertész als wunderschön bezeichnet. Doch er hatte bei den Proben in der Rolle des Sarastro Schwierigkeiten mit der deutschen Aussprache. Deswegen entsprach Matti Salminen nicht den Vorstellungen des Musiktheaterregisseurs Jean-Pierre Ponnelle.

Im Laufe seiner Karriere stellte sich heraus, dass die Stimme von Salminen nicht nur im Klang schön, sondern er auch ein hervorragender, ausdrucksstarker Interpret war. In der Darstellung des Sarastro brachte er die Rolle weltweit 600 Mal auf die Bühne. Seine Lebensrolle jedoch war Verdis König Philipp, wo er mit 24 Jahren sein Debüt in Helsinki hatte. Auch Wagners Bass-Partituren meisterte er mit Bravour, die mittlerweile zu seinem Kernrepertoire gehören.

Eine überraschende Seite bringt Matti Salminen ebenso für einen Bayreuth-Sänger mit sich. Er liebt den finnischen Tango.

"Matti Salminen, Bass - zum 75. Geburtstag" im Überblick

Matti Salminen, Bass - zum 75. Geburtstag

von Mozart, Verdi, Wagner, Mussorgskij, Mattila

Mit Leitung: Nikolaus Harnoncourt; Toshiyuki Kamioka; Bruno Weil; Daniel Barenboim; Riku Niemi / (Mozart-Orchester des Opernhauses Zürich u. a.

Sendezeit Di, 07.07.2020 | 18:05 - 19:00 Uhr
Sendung BR-KLASSIK "Klassik-Stars"
Radiosendung

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