Alles kann zu einem Haiku inspirieren, doch die Natur ist besonders dazu geeignet
Alles kann zu einem Haiku inspirieren, doch die Natur ist besonders dazu geeignet © Jenny W. / freeimages.com

Klangkunst

Mein Herz ist leer

Haikus nach japanischer Tradition bestehen aus drei Zeilen à fünf, sieben und wieder fünf Silben. Sie zu übersetzen bietet aufgrund der Sinndichte ein schwieriges Unterfangen, doch Werner Fritsch wagte sich an die Gedichte Taneda Santokas.

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Der Japanische Wanderdichter Taneda Santoka (1882-1940), eigentlich Taneda Sh?ichi, war einer der bekanntesten Vertreter seines Metiers. Darüber, was ein guter Haiku-Verfasser ausmache schrieb er einst, er sei ein "Dichter des Gehörs", er lebe "in der Welt der Klänge".

Seine modernen Haiku erzählen von althergebrachten Motiven, wie dem Brüllen der Brandung, dem harschen Klang des Brettspiels und des Stimmengewirrs in der Kneipe, von der Stille der Berge. Vor allem die Natur inspiriert zu Versen, doch das genaue Beobachten macht sie letztendlich aus.

Santokas Haikus wurden vom Autor und Hörspielmacher Werner Fritsch nachgedichtet und zu einem Zyklus angeordnet. Gemeinsam mit der Komponistin Miki Yui verwebt er den Klang der Rezitation mit den inneren Hörbildern der Verse.

"Mein Herz ist leer" im Überblick

Mein Herz ist leer

von Werner Fritsch

Produktion: 2016

Sendezeit Fr, 17.07.2020 | 00:05 - 01:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Klangkunst"
Radiosendung

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