Wir kennen die Armut in der Welt - wo liegen die Grenzen unseres Mitleids?
Wir kennen die Armut in der Welt - wo liegen die Grenzen unseres Mitleids? / "Slum in Bombay Indien" © Dieter Schütz / PIXELIO

Hörspiel

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs

Wir wissen um Not und elend in der Welt, kennen den Hunger und die Armut in der Ferne zur Genüge aus den Medien. Hinsehen fällt schwer, so ganz wegsehen tun wir auch nicht. Das Hörspiel "Mitleid" ist eine Selbstbespiegelung, die die Frage nach den Grenzen unseres Mitleids stellt.

Das Elend der anderen ist nie so akut wie das eigene - Warum schauen wir es an? Und wie human sind unsere humanitären Missionen wirklich? In einem Doppelmonolog leuchtet "Mitleid" die Ambivalenzen der europäischen Betroffenheitskultur aus.

Ursina Lardi, Schauspielerin und ehemalige NGO-Mitarbeiterin, erzählt vom Leben in den Krisenregionen dieser Welt, vom eigenen Befinden im Angesicht der großen Katastrophen.

Prolog und Epilog zu dieser Selbstbefragung und Selbstbespiegelung liefert die in Burundi geborene Schauspielerin Consolate Sipérius, die mit vier Jahren als Überlebende des Völkermords von belgischen Eltern adoptiert wurde.

"Mitleid" beruht auf Recherchen vor Ort im Kongo, auf Gesprächen mit humanitären Helfern und Kriegsopfern verschiedenster Kulturen. Es ist nicht nur ein Nachdenken über die Grenzen unseres Mitleids, sondern auch über die Grenzen des europäischen Humanismus.

"Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs" im Überblick

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs

von Milo Rau

Produktion: 2016

Sendezeit Sa, 04.07.2020 | 19:04 - 20:00 Uhr
Sendung WDR 3 "Hörspiel"
Radiosendung

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