Am 27. April 2026 war Zoodirektor Arne Lawrenz zu Gast in der Politische Runde. Er berichtete von seiner Arbeit im und am Zoo und vor allem darüber hinaus. Einen Zoo wie vor dreißig Jahren hält er für nicht mehr zeitgemäß, der moderne Zoo muss für ihn eine Artenschutz-, Naturschutz- und Bildungszentrum sein. Dafür muss man dann vielleicht die Bezeichnung Zoo auch über Bord werfen. Im Gespräch mit Jan Kirschbaum sprach er über die Transformation des grünen Zoos, Tierwohl im Zoo, den Sinn von Reservepopulationen in menschlicher Obhut und seine Zweifel an seinem Job.
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Folge vom 29.04.2026"Meine Menschenaffenhaltung ist für mich eine große Frustration"
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Folge vom 21.04.2026"Wie ohnmächtig hast du dich gefühlt?"Am 20. April 2026 waren Albi Roebke und Julia Roebke zu Gast in der Politischen Runde. Albi Roebke war mal Punker und ist nun Theologe. Er ist einer von Deutschlands ersten Notfallseelsorgern, denn die Funktion gibt es erst seit 1999, erzählte er. Im Gespräch mit Annette Hager berichtete er vom Handwerk des Notfallseelsorgers, wie Traumata entstehen und manchmal verhindert werden können, warum das Beichtgeheimnis wichtig ist und warum er gerne mehr über den Tod und das Sterben reden möchte. Julia Roebke las aus Albis Buch "Und plötzlich ist nichts mehr, wie es war" (gemeinsam mit Lisa Harmann) und erzählte, was die Arbeit von Albi mit ihr macht. Warum Köche eher ein Trauma bekommen als Soldaten und warum es ein gutes Zeichen ist, wenn sich Menschen hinter Kaufhausregalen vor Albi Roebke verstecken, erfahren Sie in dieser Ausgabe unseres Podcasts.
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Folge vom 14.04.2026"Wir kommen aus einer Täterfamilie"Am 14. April 2026 waren Almuth Salentijn und Ute Sterr zu Gast in der Politischen Runde. Sie berichteten von der Geschichte ihres Großvaters Fritz Koch, den sie als gemütlichen, liebvollen und humorvollen Opa kennengelernt haben. Doch im Zweiten Weltkrieg war der Großvater Polizist im von Deutschland besetzten Den Haag verantwortlich für die Judenverfolgung dort. Die Schwestern haben über zehn Jahre die Geschichte ihres Großvaters in Den Haag, München und Westerbork recherchiert und waren auch bei Gedenkfeiern in Den Haag vor Ort. In diesem Podcast berichten sie von ihren Recherchen, der Verantwortung, der sie sich stellen und welche Aufgabe sie sich für unsere Gegenwart gestellt haben.
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Folge vom 09.04.2026"Schweigen ist manchmal notwendig um Weiterzuleben"Am 16. März 2026 war die Comic-Zeichnerin und Illustratorin Birgit Weyhe zu Gast in der Politische Runde. Sie brachte ihr Graphic Novel Schweigen mit. In diesem Sachcomic setzt sie sich mit der deutschen Verwicklung in den argentinischen Militärputsch, der sich vor 50 Jahren ereignet hat, auseinander. Sie las aus ihrem Comic (die Bilder können wir ihnen leider hier nicht zur Verfügung stellen), anschließend ging es im Gespräch mit Jens Tiedke und dem Publikum um die Entstehung und Geschichte des Buchs. Es ist Birgit Weyhes bisher schwierigstes Buch gewesen. Wie zeichnet man den Tod, die Ermordung? Wie stellt man Schweigen dar? Birgit Weyhe erzählte aber auch von der Auswanderung deutscher Juden, die vor den Nationalsozialisten flohen und deren Leben in Argentinien und ebenso der Auswanderung der nationalsozialistischen Verbrecher nach dem Ende des NS-Regimes und den Fragen der Erinnerungskultur, die sich bis heute in Argentinien stellen.