
Klassische MusikKlassik-Konzerte & Oper
Schubertiade
Ähnlich wie Bayreuth eine besondere Bedeutung für Wagner hat, plante Hermann Prey im Jahr 1976, dass Hohenems eine ähnliche Rolle für Schubert übernehmen sollte. Diese Vision ist im Kern erhalten geblieben, obwohl sich die Schubertiade in Vorarlberg, Österreich, seitdem mit etwa 80 Veranstaltungen pro Jahr und 35.000 Musikliebhabern zu einem der weltweit wichtigsten Schubert-Festivals entwickelt hat.
Über die Jahre kamen neue Veranstaltungsorte hinzu, darunter den 1994 errichtete Angelika Kauffmann Saal im malerischen Zentrum von Schwarzenberg. Am 21. Juni dieses Jahres brachten dort der französische Geiger Renaud Capuçon und eine internationale Gruppe von Solokünstlern zusammen, um ein außergewöhnliches Konzert zu Ehren Schuberts zu geben. Den Auftakt bildete das B-Dur-Klaviertrio op. 99, eines der letzten erstaunlichen Werke des Meisters, welches seiner Zeit weit voraus war. Wie Schumann feststellte, seien Schuberts abschließende Klaviertrios wie majestätische Erscheinungen, die über die zeitgenössische Musikszene hinwegrauschten und dennoch zu seinen einzigartigsten Kreationen zählten.
Mit heiterem Ton geht es im folgenden Forellenquintett D 667 von Schubert weiter. Sein Lied "Die Forelle", basierend auf einem Gedicht von Christian Schubart, war schon 1817 beim Publikum äußerst beliebt. Zwei Jahre später schrieb der junge Komponist das bekannte Quintett als eine Art Fortsetzung über die "launische Forelle", wobei der vierte Satz eine abwechslungsreiche Variation des Liedthemas darstellt.
"Schubertiade" im Überblick
Schubertiade
von Schubert
Mit Guillaume Bellom, Klavier; Renaud Capuçon, Violine; Gérard Caussé, Viola; Julia Hagen, Violoncello; Lorraine Campet, Kontrabass
Angelika-Kauffmann-Saal
21. Juni 2026
| Sendezeit | Mi, 26.08.2026 | 18:03 - 20:00 Uhr |
| Sendung | BR-KLASSIK "Festspielzeit" |