
Klassische Musik
Schumann-Tschaikowsky-Festival
Festival Schumann-Tschaikowsky 2026: Am 22. Februar präsentiert Matthias Goerne bei seinem Liederabend einen Vergleich von Schumanns Kompositionen mit den Werken von Johannes Brahms.
Ein Fest der Klänge rund um Robert Schumann und der Residenzkünstler Matthias Goerne – das passt zusammen, wie man heutzutage oft sagt. Der herausragende Interpret Goerne hat sich in seiner Karriere tief mit der Musik Schumanns beschäftigt und viele Stücke auf Tonträgern verewigt. In einer Aufführung der NDR Radiophilharmonie stellt er seine Materialsammlung in den Kontext mit Brahms' Liedern, wobei Heinrich Heine als verbindendes Motiv fungiert.
Heine ist dank Bewunderern wie Schumann der am häufigsten vertonte Dichter seiner Zunft. Schumann blieb ihm während seiner gesamten Schaffenszeit von seinen Anfängen in Leipzig bis zu den späteren Jahren in Düsseldorf treu. Besonders einprägsam waren seine Heine-Zyklen, einschließlich der berühmten "Dichterliebe", die ebenfalls vorgetragen wird. Allerdings war das einzige persönliche Zusammentreffen von Heine und Schumann eher ernüchternd.
Johannes Brahms hingegen, ein Verehrer und Schüler Schumanns im Bereich der Liedkunst, war vorsichtiger mit Heines Dichtung. Er wandte sich bevorzugt weniger bekannten Literaten zu, deren Werke erst durch seine Kompositionen erstrahlten. Wenn er jedoch Heine vertonte, entstanden außergewöhnliche Lieder wie der "Sommerabend" und der "Mondenschein" aus dem Werk op. 85. Den Abschluss des Konzerts bilden die Lieder op. 32 von Brahms, die ihn mit 31 Jahren an die Spitze der Liedkomposition aufschließen ließen, gleichauf mit Größen wie Schubert und Schumann.
"Schumann-Tschaikowsky-Festival" im Überblick
Schumann-Tschaikowsky-Festival
von Schumann, Brahms
Mit Matthias Goerne, Bariton; Stephan König, Klavier
NDR Konzerthaus Hannover
22. Februar 2026
| Sendezeit | Di, 07.04.2026 | 20:03 - 22:00 Uhr |
| Sendung | BR-KLASSIK "Konzert" |