Die heutige Folge steht ganz im Zeichen von Romanverfimungen, allen voran die Netflix-Miniserie "Alles Licht, das wir nicht sehen" (6:40), die auf einem Pulitzer-Preis-gekrönten Roman von Anthony Doerr basiert. Mit Mark Ruffalo, Hugh Laurie und "Dark"-Hauptdarsteller Louis Hofmann starbesetzt, sorgt der Vierteiler dennoch bei Buchkenner Michael und Neuling Rüdiger für heftige Diskussionen, in deren Verlauf zumindest einer von uns leicht seine Meinung ändert.
Bei Amazons "Die Therapie" (28:09) gehen wir ebenfalls mit unterschiedlichen Voraussetzungen ran - wobei Rüdiger im Verlauf der Serie exakt die Entwicklung durchmacht, die Michael beim Lesen des Buches hatte. Denn zur Mitte der sechs Teile macht die Miniserie einen tonalen und erzählerischen Shift, der das Publikum auf dem falschen Fuß erwischen könnte.
Auch die Wow-Serie "Unwanted" (44:31) über ein Kreuzfahrtschiff, das im Mittelmeer Flüchtlinge aufnimmt. Reicht es, wenn eine Serie ein gutes Anliegen hat? Oder darf man sich trotzdem über "Traumschiff"-artige Handlungsstränge aufregen? Und glauben die Macher ernsthaft, nur weil jemand aus Afrika kommt, hätten sie noch nie einen Fernseher gesehen?
Und schließlich kommt mit "Lawmen: Bass Reeves" (58:55) eine neue Western-Serie aus dem Taylor-Sheridan-Stall, die sich dem bereits in "Watchmen" und "The Harder they Fall" thematisierten Schwarzen U.S. Marshal widmet. Ist die Serie so faszinierend wie das wahre Leben von Bass Reeves? Und vor allen Dingen: Kann man einem von Sklaverei über den Bürgerkrieg und einem Aufenthalt bei den Ureinwohnern bis zu Jahrzehnten als U.S. Marshal geprägten Leben in acht Folgen gerecht werden?
Ihr habt noch bis zum 12.11. Zeit, Eure Besten Serien aller Zeiten an Serienweise (at) web.de zu schicken. Gerade in der zweiten Hälfte der Top 10 ist es noch sehr eng, sodass jede Liste einen Unterschied machen könnte.
Cold-Open-Frage: "Was war das Amüsanteste am ,Rolling Stone'-Artikel über HBO"
Kino
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Egal ob Netflix, Amazon, Sky, Disney, Apple, Paramount oder Streaming in TV und Mediatheken: Wir filtern aus dem Überangebot an Serien das raus, was sich lohnt - und warnen vor dem, was ein Verbrechen am Fernsehen darstellt. Kompetent, werbefrei, unabhängig und mit Leidenschaft für Podcast urteilen eine Handvoll Serienjunkies, die als Nerds für Star Wars, Star Trek und Marvel begonnen haben, mittlerweile Serien und TV aber für hohe Kultur halten und die gesamte Bandbreite abdecken: von Recaps zu Mega-Hits bis zu Geheimtipps bei kleinen Streamingdiensten: hier findet Ihr die besten Serien
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Folge vom 03.11.2023"Die Therapie", "Unwanted", "Alles Licht das wir nicht sehen" und "Lawmen: Bass Reeves"
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Folge vom 27.10.2023"Angelyne", "The Gilded Age" und "Minx"In dieser Woche begeben sich Michael und Rüdiger auf eine Reise in die Vergangenheit, denn alle drei besprochene Serien lassen eine vergangene Epoche aufleben. Am weitesten zurück geht es mit der zweiten Staffel von "The Gilded Age" (25:12), die bei Wow das New York des Jahres 1883 auferstehen lässt. Das Kostümdrama von "Downton Abbey"-Macher Julian Fellowes hatte es uns in der ersten Staffel sehr angetan, können auch die neuen Folgen das Niveau halten? Diese Frage gilt auch für die zweite Staffel von "Minx" (41:33) bei RTL+. Zwar hat HBO sie für sich beantwortet, indem sie die Serie um ein feministisches Erotikmagazin im Los Angeles der 1970er abgesetzt hat, aber Starz war anderer Meinung und hat sie wieder an den Streaming-Kiosk gebracht. Wer von beiden hatte Recht? Und schließlich geht es mit der RTL+-Miniserie "Angelyne" (4:18) noch einmal zehn Jahre nach vorn. Der Fünfteiler über ein sagenumwobenes Selfmade-Model aus den 1980ern wurde von Emmy Rossum produziert, die auch die Hauptrolle übernommen hat und dank exzessivem Make-up (inklusive üppigem Fake-Dekolletée) vollkommen in der Rolle verschwindet. Kann die Serie dennoch hervorstechen? Und noch einmal der Aufruf: Ihr habt noch etwa 14 Tage Zeit, um Eure Liste mit den Besten Serien aller Zeiten an Serienweise (at) web.de zu schicken. Cold-Open-Frage: "Welches Serienkostüm wäre für dieses Jahr Halloween geeignet?"
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Folge vom 20.10.2023"Bodies", "Upload", "Total Control", "The Walking Dead: Dead City" und "Club Las Piranjas"Der Tod ist in dieser Woche in fast all unseren Serien allgegenwärtig. Den Auftakt macht die neue Netflix-Serie "Bodies" (4:40), in der vier ErmittlerInnen in vier verschiedenen Zeitebenen (1890, 1941, 2023 und 2053) einen identischen Mord klären müssen. Die Adaption eines Comics von Si Spencer war eine der Serien, auf die sich Rüdiger 2023 am meisten gefreut hat. Nicht zuletzt, weil der wilde Zeitreisespaß Erinnerungen an einen deutschen Netflix-Hit weckt. Können die "Dark"-Fans Michael und Rüdiger dem Ganzen was abgewinnen? Tot sind nicht nur die Zombies in der Magenta-Serie "The Walking Dead: Dead City" (27:33), eigentlich ist die ganze "Walking Dead"-Idee schon seit Jahren zu Tode geritten. Dennoch gibt es erneut ein Spin-off - und es wird nicht das Letzte sein. Ist Hoffnung in Sicht, oder sollte man die Idee endgültig begraben? Und hätte man das vielleicht auch mit "Club Las Piranjas" (1:04:23) tun sollen, die nach 28 Jahren auf dem ARD-Totenbett nun von RTL+ wiederbelebt wird? Die Tourismussatire wäre gerne das deutsche "White Lotus", kann sie das Ziel auch erreichen? Dazu sprechen wir noch über die in der Arte-Mediathek verfügbare Politserie "Total Control" (43:09), die ein wenig wie die australische Antwort auf "Borgen" wirkt und aufgrund des gerade abgelehnten "Indigenous Voice Referendums" eine besondere Aktualität bekommen hat. Und wir haben in die dritte Staffel von Amazons Sitcom "Upload" (55:08) geschaut und fragen uns, ob die neuen Folgen den Abwärtstrend der zweiten Staffel fortsetzen oder wieder den Humor der ersten Staffel hochladen. Natürlich könnt Ihr uns auch weiter noch Eure Top-10-Serien aller Zeiten und Fragen zum Podcast, der Serienlandschaft etc. an Serienweise (at) web.de schicken. Cold-Open-Frage: "Welche Serienpaare hätten sich wie Jada Pinkett Smith und Will Smith auch schon früher trennen sollen?"
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Folge vom 13.10.2023"Frasier", "Der Untergang des Hauses Usher" und "Eine Frage der Chemie"Mit "Der Untergang des Hauses Usher" (4:25) erweitert Netflix sein Flanaverse um eine letzte Serie. Denn die Melange aus dem Gesamtwerk von Edgar Allen Poe ist das letzte Werk von "Spuk in Hill House"- und "Midnight Mass"-Macher Mike Flanagan vor seinem Wechsel zu Amazon Prime Video. Sein Abschiedsgruß ist dabei wie gemacht für Michael und Roland, die große Fans des Horrormeisters Poe sind, während Rüdiger glaubt, Parallelen zu Serien von "Star Wars" und Marvel entdeckt zu haben. Kein Wunder also, dass eine lebendige Diskussion zwischen den dreien entsteht. Im Anschluss sprechen Michael und Rüdiger dann noch über zwei Serien zu denen je einer von ihnen eine intensivere Verbindung hat. Mit "Frasier" (38:57) bekommt eine von Rüdigers Lieblingssitcoms aller Zeiten ein Reboot bei Paramount+, und Apple TV+ hat mit "Eine Frage der Chemie" (1:01:38) eins von Michaels Lieblingsbüchern aus dem letzten Jahr verfilmt. Können die beiden Serien mehr als nur ihre Fanschaft bedienen oder hätte man die (Neu)Verfilmung lieber lassen sollen? Und natürlich könnt ihr auch weiterhin bis Mitte November Eure Top 10 der Besten Serien aller Zeiten sowie Fragen zum Podcast, der Serienwelt oder was Euch sonst noch auf der Seele brennt für zwei Sonderfolgen einschicken an Serienweise (at) web.de. Wir freuen uns riesig darüber! Cold-Open-Frage: "Was halten wir von Paramounts und Marvels angekündigter Abkehr von Miniserien?"