Ein Kupferstich zu "Stella"
Ein Kupferstich zu "Stella" © Daniel Chodowiecki

HörspielLiteratur

"Stella" von Johann Wolfgang von Goethe - Ein skandalöses Liebesdreieck

Der Tod ist gesellschaftsfähiger als eine polygame Dreiecksbeziehung - zumindest in der Gesellschaft des späten 18. Jahrhunderts, in der "Stella" aufgeführt wurde. Ein neuer Schluss mit einem tragischen wie tödlichen Ende musste her, denn so eine Geschichte durfte nicht harmonisch ausgehen.

Goethe war 26 Jahre alt, als er das Schauspiel "Stella“ schrieb. 1776 wurde das Stück am Hamburger Nationaltheater uraufgeführt, verletzte aber die Moralvorstellungen des Publikums derart, dass es zu Aufführungsverboten kam.

1805 wurde in Weimar die zweite Fassung uraufgeführt: Aus der schönen Männerfantasie, zwei Frauen lieben und besitzen zu können, wurde ein Trauerspiel, an dessen Ende der Tod gleich zweifach auftritt. Die Funkfassung von Fritz Göhler spielt mit beiden Lösungsvarianten.

Stella, die Geliebte, und Cäcilie, die einst verlassene und nun mit der fast erwachsenen Tochter wiedergefundene Gattin, werden Freundinnen, sie leben zu dritt. "Wir sind dein!“, sagt Cäcilie. Doch nach der Utopie folgt die Tragödie. Die Trauergeschichte endet tödlich.

"Stella" im Überblick

Stella

von Fritz Göhler

Produktion: 1982

Sendezeit Di, 29.04.2014 | 20:05 - 21:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Hörspiel"
Radiosendung