Drei Frauen und ein pubertierender, autistischer Jugendlicher stellen das Personal in diesem tragisch-komischen Kammerspiel. Es sind Außenseiter, gescheiterte, versehrte Figuren, die darunter leiden, nicht von ihrer Mutter geliebt worden zu sein. Katja Lange-Müller zeichnet ein schonungsloses Szenario, das von emotionaler Unfähigkeit, aber auch von großer Widerstandsfähigkeit erzählt.
Rezension von Manuela Reichart
Kultur & Gesellschaft
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Folge vom 08.09.2024Katja Lange-Müller „Unser Ole“: Vom Los ungeliebter Töchter | Buchkritik
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Folge vom 08.09.2024Eric Bergkraut – 100 Tage im Frühling | BuchkritikWas darf ich schreiben? Das hat sich Eric Bergkraut gefragt, als er seine Aufzeichnungen über die letzten Tage der Schriftstellerin Ruth Schweikert begann, mit der er 20 Jahre lang verheiratet war. Er hat diese Gratwanderung überzeugend bewältigt. Sein Buch „Hundert Tage im Frühling. Geschichte eines Abschieds" ist ein starkes Stück biographischer Literatur. Rezension von Eberhard Falcke
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Folge vom 08.09.2024Ansteckend: Daniel Kehlmanns Begeisterung „Über Leo Perutz“ | GesprächSchon als Jugendlicher hat Bestsellerautor Daniel Kehlmann den Schriftsteller Leo Perutz für sich entdeckt, der später zum Vorbild seiner eigenen literarischen Experimente werden sollte. Die Begeisterung sei bis heute geblieben, betont Kehlmann, der sich in seinem neuen Buch „Über Leo Perutz“ mit einigen ausgewählten Werken des heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Autors beschäftigt. Silke Arning im Gespräch mit Daniel Kehlmann
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Folge vom 05.09.2024Mia Raben – Unter DojczenEine ausgebrannte Pflegerin aus Polen versucht bei einer Hamburger Matriarchin einen Neuanfang. Mia Rabens Roman „Unter Dojczen“ beleuchtet die oft übersehene Realität osteuropäischer Haushaltshilfen und zeichnet ein anrührendes, wenn auch etwas märchenhaftes Bild von Freundschaft, Selbstfindung und Hoffnung. Rezension von Oliver Pfohlmann