Die SPD hat bei der Bundestagswahl in Deutschland mit aktuell etwas mehr als 25 Prozent die meisten Stimmen erhalten und die Unionsparteien CDU und CSU überholt. SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz sieht darin einen Auftrag zur Regierungsbildung. Doch auch der Spitzenkandidat der Unionsparteien Armin Laschet will versuchen eine Regierung zu bilden – für ihn geht es um seine politische Zukunft. Die Große Koalition wollen beide aber nicht weiterführen – deshalb hängt erst einmal alles an Grünen und FDP. Wie zäh die Verhandlungen werden könnten, welche Dreierkoalition am wahrscheinlichsten ist und wieso Europa so gespannt auf das Ergebnis wartet, erklären Deutschland-Korrespondentin Birgit Baumann und STANDARD-Chefredakteur Martin Kotynek.
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"Thema des Tages" ist der Nachrichten-Podcast vom STANDARD. Wir stellen die brennenden Fragen unserer Zeit. Die Redaktion liefert die Antworten und die Hintergründe. Von Politik und Wirtschaft bis Chronik, Wissenschaft und Sport. Neue Folgen erscheinen jeden Werktag um 17:00 Uhr. Moderation & Produktion: Tobias Holub, Margit Ehrenhöfer, Zsolt Wilhelm, Antonia Rauth
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Folge vom 27.09.2021Deutscher Kanzler-Krimi: Hat die SPD sich zu früh gefreut?
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Folge vom 26.09.2021Deutschland hat gewählt: Rote Hoffnung aufs KanzleramtDie heutige Bundestagswahl in Deutschland läutet das Ende der Ära Angela Merkel ein – der erwartete Wahlkrimi ist Realität geworden und dürfte sich auch noch in die Länge ziehen. Der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und sein Konkurrent Armin Laschet von den Unionsparteien CDU und CSU liegen mit je rund 25 Prozent der Stimmen quasi gleichauf. Die Grünen kommen laut Hochrechnungen auf fast 15 Prozent – ein Rekordergebnis, das allerdings hinter den selbstgesteckten Zielen liegt. Die FDP darf sich mit über elf Prozent ebenfalls über einen Stimmenzuwachs freuen. Weniger zu feiern gibt es dagegen bei der AfD. Sie kommt ebenfalls auf elf Prozent und verliert damit Prozentpunkte. Die Linke hat mit rund fünf Prozent ebenfalls Stimmen verloren, sollte allerdings den Einzug in den Bundestag schaffen – was durchaus als Zitterpartie gehandelt wurde. Wie überraschend das Wahlergebnis laut dieser ersten Hochrechnungen ist und wieso in diesem inhaltsarmen Wahlkampf womöglich persönliche Fehltritte wahlentscheidend gewesen sein dürften, darüber sprechen wir mit Petra Stuiber. Sie ist stellvertretende Chefredakteurin vom STANDARD.
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Folge vom 24.09.2021Fridays for Future: Bringen die Klimaproteste etwas?Fast auf den Tag genau zwei Jahre ist es her, dass die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg mit ihrer Rede vor Staats- und Regierungschefs eindrücklich Maßnahmen gegen den Klimawandel gefordert hat. Und der Kampf der von ihr begründeten Fridays-for-Future-Bewegung geht weiter – schon zum 8. Mal wurde heute, Freitag, weltweit gegen den Klimawandel protestiert. Auch in Österreich fanden in allen Landeshauptstädten Demonstrationen, Aktionen und Kundgebungen statt. Die größte davon in Wien mit Tausenden von Teilnehmenden. Während viele junge Menschen die Proteste unterstützen, kommt aus konservativen Kreisen immer wieder der Vorwurf: "Das bringt doch nichts! Mit Schule-Schwänzen und bunten Transparenten werdet ihr den Klimawandel nicht stoppen!" Was ist dran? Philip Pramer erklärt, was Fridays for Future bisher erreicht hat und woran die Klimabewegung zu scheitern droht.
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Folge vom 21.09.2021Toter Kassier in Deutschland: Wie gefährlich sind Maßnahmenkritiker?Ein Streit über eine vergessene Corona-Schutzmaske eskaliert – und endet mit dem Tod eines 20-jährigen Studenten. Ihm wurde aus nächster Nähe in den Kopf geschossen, von einem Tankstellenkunden, den er auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Der Fall aus Deutschland sorgt für Entsetzen – und wirft viele Fragen auf. War der Täter teil der maßnahmenkritischen Szene? Wie kann eine Schutzmaßnahme wie das Tragen einer Maske solche Gewalttaten auslösen? Und gibt es auch in Österreich den Nährboden für eine solche Eskalation? Darüber sprechen wir mit Vanessa Gaigg und Kim Son Hoang.