
Hörspiel
True Stories von Sophie Calle und Ulrike Haage
Die französische Künstlerin Sophie Calle zählt global zu den bedeutendsten Vertreterinnen der modernen Konzeptkunst. Ihr Schaffen wird durch spontane Performances als Radiokunst in auditiver Form umgesetzt.
"Die Psychologie menschlicher Beziehungen ist das Kernthema all meiner Werke", erklärt Sophie Calle. Sie widmet sich der Beobachtung und Datensammlung von Spuren und Lebenssituationen. Nichts ist tabu, solange es in ein Kunstwerk transformiert werden kann.
Einige ihrer prägnanten und lakonischen Geschichten aus "True Stories" werden von der Klangkünstlerin Ulrike Haage in einem Hörspiel akustisch befragt. Sie wendet sich dem Postkartenbuch "Tout" zu, welches kurze Beschreibungen zu 54 Werken Calles bietet, um ihre Methoden zu verstehen.
Drei Interpreten, der Musiker Damian Rebgetz, die Sängerin Françoise Cactus und die Schauspielerin Birte Schnöink, setzen die Texte improvisatorisch um. Dabei werden unmerklich auch die Zuhörer zu Mitspielern, wenn die Grenze zwischen Realität und Fantasie, Selbstbild und Fremdbild, Erinnerung und Schmerz, Verborgenem und Entdecken verschwimmt.
Zum Autor
Die 1953 geborene Sophie Calle lebt sowohl in Paris als auch in New York. Ihr Werk umfasst unter anderem Fotografie, Installationen und Videokunst. 2024 erhielt sie den prestigeträchtigen Praemium Imperiale. Die 1957 geborene Ulrike Haage ist eine deutsche Komponistin, Klangkünstlerin und Autorin von Hörspielen.
"True Stories von Sophie Calle und Ulrike Haage" im Überblick
True Stories von Sophie Calle und Ulrike Haage
von Sophie Calle, Ulrike Haage
Mit Françoise Cactus, Birte Schnöink, Damian Rebgetz
Produktion: 2019
| Sendezeit | Di, 10.03.2026 | 20:05 - 21:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Hörspiel" |