Ein Streicherkonzertabend mit dem Barbican Quartet und der Bratschistin Sara Marzadori
Ein Streicherkonzertabend mit dem Barbican Quartet und der Bratschistin Sara Marzadori © Ri Butov / pixabay.com

Klassische Musik

Weidener Meisterkonzerte

Das Barbican Quartet hebt sich aus der Vielzahl junger Streichquartette durch ihr außergewöhnlich packendes Musizieren hervor. Im September 2022 gewann das Ensemble beim angesehenen ARD-Wettbewerb in München einen beeindruckenden ersten Platz sowie drei Sonderauszeichnungen. Die vier Musiker brillierten im Zusammenspiel als Quintett, Sextett oder Oktett in Kollaborationen mit anderen Künstlern, wie etwa bei einem Konzert in Weiden mit der Bratschistin Sara Marzadori.

Nach seiner Heirat mit Clara Wieck stürzte sich Robert Schumann im Jahr 1840 voller kreativer Energie in die Musik und komponierte in nur zwölf Monaten 150 Lieder, gefolgt von Sinfonien und Kammermusik. 1843, inspiriert durch ein intensives Studium von Haydns, Mozarts und Beethovens Werken, schuf er drei wichtige Streichquartette (Opus 41/1-3). Das selten zu hörende dritte Quartett in A-Dur ist besonders bemerkenswert. Das Adagio davon halte ich für einen der herausragendsten langsamen Sätze von Schumann. Interessanterweise wurde op. 41.3 bisher noch nie bei den Weidener Meisterkonzerten gespielt.

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Anton Webern, ein Schüler von Schönberg, gilt als der radikalste unter den Zwölfton-Komponisten. Mit höchster Kunstfertigkeit widmete sich Webern der komprimierten, stark konzentrierten und fast aphoristischen Form und begann damit, "seine blitzenden Diamanten zu schleifen" (Igor Strawinski). Im Jahr 1905, damals ein 22-jähriger junger Mann, komponierte Webern eine Reihe hochgradig differenzierter spätromantischer Werke, darunter den "Langsamen Satz für Streichquartett", ein klangsinnliches Stück, das mit Schönbergs "Verklärter Nacht" vergleichbar ist.

Anschließend folgt ein ganz besonderes Werk: W.A. Mozarts Streichquintett in g-Moll KV 516. Der 31-jährige Mozart schrieb dieses Quintett zusammen mit einem Schwesterwerk in C-Dur im Jahr 1787. "Im Streichquintett erreichten Mozarts komplexe harmonisch-melodische Sprache und die ausgedehnte Formentwicklung seiner reifen Wiener Jahre ihren höchsten Punkt... Während Haydn im Streichquintett 'die fünfte Stimme einfach nicht finden konnte', sind Mozarts Quintette voller klanglicher und kompositorischer Vielfalt" (Karl Böhmer).

"Weidener Meisterkonzerte" im Überblick

Weidener Meisterkonzerte

von Webern, Schumann, Mozart

Mit Sara Marzadori, Viola; Barbican Quartett

Max-Reger-Halle, Weiden in der Oberpfalz

16. November 2025

Sendezeit Mo, 02.03.2026 | 20:03 - 22:00 Uhr
Sendung BR-KLASSIK "Konzert"
Radiosendung