"Herzschlag / Etty Hillesum – Eine Begegnung" heißt ein Buch über die sehr persönliche Begegnung von Bischof Heiner Wilmer mit der Jüdin Etty Hillesum. Bischof Wilmer hat ihre Tagebücher in Exerzitien gelesen, reflektiert, meditiert. Sein Buch ist ein berührendes, eindrucksvolles Glaubenszeugnis – ein Weg zu Gott, der in einer bedrohten Welt Hoffnung und Zuversicht vermittelt, eine Begegnung, die uns zeigt, wie alles zusammenhängt, das Große und das Schöne. Was und wo ist Gott? Das sind die großen Fragen, die Heiner Wilmer in seinem Buch stellt. Im DOMRADIO.DE Interview erzählt Wilmer, was ihn am Glaubenszeugnis von Etty Hillesum so beeindruckt hat und warum die Tagebücher von Etty Hillesum heute so aktuell sind. Er selbst bezeichnet sich als kleinen christlichen Bruder der großen jüdischen Schwester Etty Hillesum.
Heiner Wilmer / "Herzschlaf / Etty Hilldesum - Eine Begegnung" / Herder Verlag /155 Seiten /18 Euro
https://www.herder.de/religion-spiritualitaet/shop/p3/88421-herzschlag-gebundene-ausgabe/
Kultur & Gesellschaft
Werke-Autorengespräch Folgen
DOMRADIO.DE stellt Autorinnen und Autoren vor und stellt ihnen die Gretchenfrage.
Folgen von Werke-Autorengespräch
91 Folgen
-
Folge vom 25.10.2024Bischof Heiner Wilmer über seine Begegnung mit Etty Hillesum / Wider den Hass
-
Folge vom 17.10.2024Jo Lendle über seinen Roman "Die Himmelsrichtungen" / "Kann man von einer Wolke aus Gott sehen?""Die Himmelsrichtungen" - Jo Lendle startet mit seinem neuen Roman in die Wolken. Der Autor begibt sich auf die Spuren von Amelia Earhart. "Der Himmel hat mich nie gefragt, wer ich bin", sagt sie in dem Roman. Sie war eine Flugpionierin in den USA – und sie war Frauenrechtlerin. Als erste Frau hat sie am Steuer eines Flugzeugs den Atlantik überquert. Sie wurde in den Medien gefeiert und kämpfte als Vortragsreisende für die Rechte der Frauen. Ihr Versuch, die Erde am Äquator zu umrunden, scheiterte – der Kontakt zu ihrem Flugzeug riss ab – sie blieb verschollen. Im DOMRADIO.DE Interview erzählt Lendle, wie er darauf gekommen ist, über Amelia Earhart einen Roman zu schreiben. Und wir fragen ihn, ob man von einer Wolke aus Gott sehen kann? Die Himmelsrichtungen / Jo Lendle / Penguin Verlag / 245 Seiten / 24 Euro https://www.penguin.de/buecher/jo-lendle-die-himmelsrichtungen/buch/9783328603795
-
Folge vom 15.10.2024Arno Geiger über seinen Roman "Reise nach Laredo" / Viel vom Tod zu wissen, heißt, viel vom Leben zu wissen"Es geht um eine Rückverzauberung der Welt - in die Welt und das Staunen eines Kindes", sagt Arno Geiger im DOMRADIO.DE Interview über seinen Roman "Reise nach Laredo". Geiger schickt den alten, gebrechlichen Kaiser Karl V. auf seine letzte Reise. Er hat abgedankt, er hat alle Kronen abgelegt und sich 1557 in ein Kloster in Spanien zurückgezogen. Das ist der historisch Hintergrund des Romans. Geiger schickt seinen Karl vom Kloster aus hinaus in die Welt. "Der Mensch gehört hinaus in die Welt", sagt Geiger, "in der Begegnung mit der Welt begegnen wir uns selbst. Darum mache ich Karl die Tür nach draußen auf und draußen wird er so gesehen, wie er ist, einfach nur als Mensch ohne Titel und Namen. Denn Besitz und Titel verbergen uns auch. Wir können dahinter in Deckung gehen". Karl erfährt viel von der Welt, er erlebt sogar einen Moment des Glücks, er darf den Tanz und Taumel auskosten, bevor er stirbt. "Der Tod könnte schön sein, wenn man gelebt hat", sagt Geiger, "und in diesem Konjunktiv steckt ein doppelter Boden, aber auch eine stille Aufforderung".
-
Folge vom 14.10.2024Christoph Peters über seinen Roman "Innerstädtischer Tod" / "Im Kern sind Kunst und Religion doch Geschwister""Nirgends hatte Gott eine Spur hinterlassen", so beginnt der Roman "Innerstädtischer Tod" von Christoph Peters. Der Autor wirft darin einen hellesichtigen Blick in unsere Gesellschaft. Er folgt den Spuren eines rechtsnationalen Bundestagsabgeordneten und läßt einen jungen Priester auf einen Künstler treffen. "Im Kern sind Kunst und Religion doch Geschwister", sagt der Priester. Im DOMRADIO.DE Interview spricht Christoph Peters über die Bedeutung die Religion für unsere Gesellschaft haben kann und wie sich der Bedeutungsverlust der Kirchen auf unsere Zeit auswirken könnte. "Wenn kein Wunder geschah, würde die Kirche, die über 1300 Jahre das Gesicht dieses Landes, des gesamten Kontinents, der halben Welt geprägt hatte, binnen einer Generation in den Status einer unbedeutenden, von der Mehrheit der Menschen für ihre Überzeugung verachteten, für ihre Riten verspotteten Sekte zurückfallen", läßt Peters den fiktiven Erzbischof von Berlin selbstkritisch sagen. Christoph Peters / Innerstädtischer Tod / Luchterhand Verlag / 305 Seiten / 24 Euro https://www.penguin.de/buecher/christoph-peters-innerstaedtischer-tod/buch/9783630877471
