Wenn bayerische Soldaten aus Krisengebieten zurückkommen, tragen sie ein Stück Krieg nach Bayern. Denn manchmal können sie nicht nahtlos an ihr altes Leben anknüpfen. Ihre Familien in Kaufbeuren oder Weiden erleben den Ehemann und Vater (oder die Ehefrau und Mutter) oft verändert, er oder sie ist ungeduldig, rastet schnell aus oder verschließt sich. Die Rückkehrer leiden an Panikattacken, Schweißausbrüchen, Flash-Backs, Schlafstörungen oder Depressionen; manche Betroffene werden auch süchtig. Trotzdem merken viele erst sehr spät, dass sie unter der "Posttraumatischen Belastungsstörung" (PTBS) leiden. Viele traumatisierte Soldaten trauen sich nicht, sich Hilfe zu holen. Schließlich arbeiten sie in einem Beruf, wo es auf Belastbarkeit und Funktionieren ankommt. Keiner will da als "Weichei" dastehen. So kostet es weitere Kraft, die Fassade zu wahren. Bei der Behandlung stellt sich dann heraus, dass die Männer beim Kriseneinsatz schlimme Erfahrungen machen mussten, die sie nicht alleine verarbeiten können: Sie wurden Opfer eines Anschlages in Afghanistan, verloren beim Einsatz einen Kameraden, haben Leichen oder Gewalt gesehen, litten darunter, das Leid und Elend der Bevölkerung vor Ort nicht ändern zu können - immer wieder auch bei gleichzeitiger Langeweile und Unterforderung -, oder sie hielten dem ständigen Stress nicht stand. Die Trennung von Heimat und Familie tat ein Übriges. Zu einer weiteren Verschärfung kann es kommen, wenn Soldaten aufgrund ihrer seelischen Erkrankung dienstunfähig und z.B. nicht als Berufssoldat übernommen werden. Dann fühlen sie sich oft entwertet, betrogen und von der Bundeswehr im Stich gelassen.
Die Anzahl von seelisch traumatisierten Soldaten hat sich seit 2006 verdreifacht. Die Sendung soll erzählen, was sie im Ausland erlebt haben, wie der Krieg im Kopf ihr Leben daheim verändert, wie ihre Familien und Freunde mit dem veränderten Menschen zurechtkommen,, inwieweit Heilung möglich ist und wie sich die Soldaten ein neues Leben mit neuen Perspektiven aufbauen. Eine Sendung von Ulrich Trebbin.
Regionales
Zeit für Bayern Folgen
"Zeit für Bayern" bietet die Gelegenheit, alle Regionen Bayerns näher kennen zu lernen und neu zu erfahren. Akustische Reisen zu Interessantem und Unbekanntem, zu Neuentdecktem und Altbewährtem. "Zeit für Bayern" ist bayerisches Leben und bayerisches Lebensgefühl abseits aller Klischees. Für Bayern - und alle, die es werden wollen. "Zeit für Bayern" - sollte jeder haben!
Folgen von Zeit für Bayern
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Folge vom 22.04.2011Der Krieg im Kopf - Seelische Verletzungen bayerischer Soldaten - Zeit für Bayern
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Folge vom 10.04.2011Bauen für den Herrgot - Alte und neue Kapellen in Bayern und ihre Stifter, Zeit für Bayern, PodcastBauen für den Herrgott Alte und neue Kapellen und ihre Stifter Feature von Herbert Becker Die Tradition, Kapellen zu bauen, ist nicht nur ungebrochen, sie erlebt in unseren Tagen sogar einen Aufschwung
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Folge vom 03.04.2011ZfB Magazin "Bayern genießen" - weniger... Wortkarge Allgäuer sparen unnütze RedenDie Regel des Heiligen Benediktus, die etwa auch in Münsterschwarzach befolgt wird, beginnt mit dem Satz "Höre, mein Sohn, auf die Weisung des Meisters". Das Hören und das Schweigen haben die Mönche seitdem immer als einen kostbaren Schatz aufgefasst. Und auch wir kennen die Spruchregel "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" - nicht nur, wenn es drum geht, dass man sich nicht verplappert. Und weil an solch alten Einsichten ganz offensichtlich was dran ist, haben wir uns einmal gefragt, ob unser heutiges Motto "weniger ist mehr" nicht auch fürs Reden gelten könnte, zumindest in der Fastenzeit. Weswegen wir uns einmal in einem Landstrich umgehört haben, der wie manche ländliche Gegenden in Bayern, dafür bekannt ist, dass nicht viel geredet wird: Dem Allgäu.
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Folge vom 03.04.2011ZfB Magazin Bayern genießen - Weniger: Münsterschwarzacher Sieben-Zeiten-TeeDas Maßhalten, die temperantia, die Mäßigung gehört ja bekanntlich zu den sieben Kardinaltugenden. In den für Mönche verbindlichen sogenannten drei evangelischen Räten Keuschheit, Armut und Gehorsam kommt die Mäßigung zwar nicht wörtlich vor - man könnte sie aber in die Armut, den einfachen Lebensstil einordnen. Dieser alternative klösterliche Lebensstil, das einfach Leben, das einfach zum Leben führt, fasziniert die Menschen, scheints, immer mehr. So ist in nahezu allen bayerischen Klöstern in diesen Fastentagen Hochbetrieb. Zahlreiche Fastenkurse laden Menschen ein, Abstand vom Alltag zu nehmen. Eine Auszeit von Hektik und Hamsterrad. Der Verzicht auf Nahrung gibt den Blick frei auf das Innerste des Menschen. Weniger Essen, dafür aber viel trinken. In der Abtei Münsterschwarzach im unterfränkischen Landkreis Kitzingen hilft dabei ein spezieller Sieben-Zeiten-Tee. Der Sieben-Zeiten Tee zum Selbermixen, frei nach Münsterschwarzacher Rezept Ein Tee aus bewährten Kräutern der klösterlichen Überlieferung, der Körper und Geist stärkt, ersonnen in der Abtei Münsterschwarzach. Zutaten: Salbei, Ingwer, Melisse, Krauseminze, Baldrian, Rosenblüten, Schlüssenblumenblüten, Taubnesselblüten. Allerdings muss man dann natürlich ein bisserl mit den Anteilen experimentieren, weiß Autor Eberhard Schellenberger.