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Die ersten beiden Opfer des Ersten Weltkriegs starben noch vor der offiziellen Kriegserklärung
Die ersten beiden Opfer des Ersten Weltkriegs starben noch vor der offiziellen Kriegserklärung © germain6 / freeimages.com

Hörspiel

Zwei Hörbilder aus dem Ersten Weltkrieg

Vor fast genau hundert Jahren, im Juli 1914, begann der Erste Weltkrieg. Auch das ARD Radiofestival widmet dem "Großen Krieg" im Schwerpunkt "Das Thema" eine Sendung - in zwei Hörbildern über die ersten beiden Opfer des Ersten Weltkriegs und die gespenstisch-rührenden Briefe einer Offiziersfrau.

Die ersten beiden Opfer des Krieges starben noch inmitten des Friedens - 33 Stunden vor der Erklärung des Kriegszustandes, am 2. August 1914.

An jenem Sonntag verletzte eine deutsche Reiterpatrouille, unter der Führung des 22-jährigen Leutnants Albert Mayer, die verbotene Grenze zu Frankreich. Der 21-jährige französische Korporal Jules-André Peugeot erkannte den berittenen Feind und eröffnete das Feuer. Korporal Peugeot und Leutnant Mayer trafen einander tödlich.

Gordian Maugg erzählt von den Etappen und Begegnungen während einer ausgedehnten Recherchereise nach Frankreich und Deutschland, er rekonstruiert den Ablauf der historischen Geschehnisse und Hintergründe, so wie er sich aus deutscher und französischer Sicht in den alten und neu gefundenen Quellen darstellt.

Die (Zeit-)Reise wird untermauert mit Hörfunk-Archivmaterial, Musiken und Originalaufnahmen.

Das zweite Hörspiel handelt von den Briefen einer Offiziersfrau an ihren Mann an der Front. 1. August 1914: Kaiser Wilhelm II. befiehlt die Mobilmachung. Schuldirektor Dr. Justus Sander aus Frankfurt zieht in den großen Krieg. Seine junge Frau bleibt mit den Kindern zurück.

Wann immer sie kann, schreibt Klara Sander ihrem Mann ins Feld. Ihre Briefe waren viele Jahrzehnte lang vergessen, Brigitte Märker fand sie 2006 auf einem Flohmarkt wieder und verarbeitete sie zum Buch: "Liebster Justus - Feldpostbriefe einer Offiziersfrau".

Bewegend spiegeln die brieflichen Botschaften Illusionen und Sorgen der Daheimgebliebenen. Und beklemmend verfugen sie sich mit "Hörbildern" vom Beginn des Kriegs, authentischen Zeugnissen der Inszenierung jener patriotischen Aufwallung, die auch aus den Briefen spricht. Vaterlandspomp und Intimität im Verbund - es entsteht ein gespenstisch-rührendes Bild.

"Am Sonntag zwischen Krieg und Frieden - Eine akustische Spurensuche nach den ersten beiden Weltkriegstoten" & "Mit Pomp und Liebe in den Krieg - Die Weltenwende in Brief und "Hörbild"" im Überblick

Am Sonntag zwischen Krieg und Frieden - Eine akustische Spurensuche nach den ersten beiden Weltkriegstoten

von Gordian Maugg

Produktion: 2014

Mit Pomp und Liebe in den Krieg - Die Weltenwende in Brief und "Hörbild"

von Norbert Schaeffer

Mit Laura Maire, Ulrich Kühn

Produktion: 2014

Sendezeit So, 20.07.2014 | 22:30 - 23:00 Uhr
Sendung Bremen Zwei "ARD Radiofestival: Das Feature"
Radiosendung