Springen zwischen Zeitzonen ist in Ulrich Tukurs Novelle "Die Spieluhr"  nicht unmöglich
Springen zwischen Zeitzonen ist in Ulrich Tukurs Novelle "Die Spieluhr" nicht unmöglich © N. Schmitz / pixelio.de

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Zwischen Traum und Wirklichkeit - Ulrich Tukur liest aus "Die Spieluhr" | Teil 1 von 7

Teil 1/7 | Für gewöhnlich entstehen aus Büchern Filme. Bei Ulrich Tukur lief es andersherum: Die Inspiration für seine fantastische Novelle "Die Spieluhr" gewann er während Dreharbeiten. Ein Schauspieler begibt sich auf die Spuren eines Kunstsammler und verliert sich immer mehr in dessen Vergangenheit.

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Normalerweise entstehen aus Büchern Filme. Bei Ulrich Tukur läuft das anders.

Vor fünf Jahren spielte er in der preisgekrönten Filmbiografie über die französische Malerin Séraphine Louis den deutschen Kunstsammler Wilhelm Uhde. Die Dreharbeiten im Norden Frankreichs inspirierten ihn schließlich zu der Novelle "Die Spieluhr", mit der er jüngst auf der Frankfurter Buchmesse das Publikum begeisterte.

In der Geschichte verschwimmen Traum und Realität. Wilhelm Uhde, der großbürgerliche Preuße, und Séraphine, eine einfache Französin, die von den Bewohnern ihres Dorfes verspottet wird, trennen Welten. Und doch hat das Schicksal sie zusammengeführt: den sensiblen Kunstsammler und seine tiefgläubige Putzfrau, die Bilder malt, seit ihr ein Engel des Herrn erschien.

Viele Jahre und zwei Weltkriege später wird beider Leben verfilmt. Der Schauspieler, der im Film Uhde verkörpert, macht dabei eine seltsame Entdeckung, die ihn unversehens in den fantastischen Kosmos der Séraphine de Senlis katapultiert: in ein Leben hinter den Bildern und Gobelins eines vergessenen Schlosses der Picardie.

Zum Autor

Ulrich Gerhard Scheurlen machte 1977 in Großburgwedel bei Hannover sein Abitur. Später wurde er der berühmte Schauspieler Ulrich Tukur. Dass er seinen Künstlernamen aus dem französischen "tout court" verballhornte, zeugt bereits von Humor und literarischem Talent. Vor fünf Jahren debütierte er mit wundersamen Geschichten aus seiner Wahlheimat Venedig in dem Band "Die Seerose im Speisesaal". Jetzt hat er seinen ersten Roman geschrieben, und schon der Titel "Die Spieluhr" lässt erahnen, dass er uns spielerisch über die Grenzen gewöhnlicher menschlicher Wahrnehmung hinausführt.

"Die Spieluhr" im Überblick

Die Spieluhr

von Ulrich Tukur

Mit Ulrich Tukur

Sendezeit Mo, 16.12.2013 | 08:30 - 09:00 Uhr
Sendung NDR Kultur "Am Morgen vorgelesen"
Radiosendung