Aki Kaurismäki hat ein paar der schönsten Autorenfilme der letzten Jahre gedreht
Aki Kaurismäki hat ein paar der schönsten Autorenfilme der letzten Jahre gedreht © Jean-Luc ST-Hilaire / freeimages.com

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Aki Kaurismäki - Eine "Lange Nacht" über das Werk des finnischen Meisterregisseurs

Der finnische Filmemacher Aki Kaurismäki ist dafür bekannt, die chronischen Loser der Gesellschaft zu porträtieren. Dabei schafft er Melodramen, die an die klassischen Filmepochen anknüpfen. Er selbst ist Realist, Visionär, wortkarg, sarkastisch - und Thema der "Langen Nacht".

Zwei Finnen treffen sich in einer Bar. "Prost", sagt der eine. Die Antwort des anderen: "Ich bin doch nicht hergekommen, um zu quatschen." Wortkarg und sarkastisch ist auch der finnische Filmemacher Aki Kaurismäki.

Seit 1980 hat er rund zwanzig Filme gedreht und es sind die schönsten Autorenfilme der letzten Jahre darunter. Zuletzt überraschte er in "Le Havre" mit einem Bekenntnis zur Weltoffenheit der wohl hässlichsten Hafenstadt der Welt.

Kaurismäki porträtiert die chronischen Loser: Arbeitslose, Müllmänner, Verzweifelte, schlechte Musiker, Mörder. Und er schafft es, mit solchen Hauptfiguren grandiose Melodramen zu drehen, die an Stummfilmklassiker und sozial-reale Werke der klassischen Filmepochen anknüpfen. "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik" weiß sich nicht anders zu helfen als mit Rattengift. Im Künstlerelend von "Das Leben der Bohème" zählt nur der neueste Fisch - auch wenn er überraschenderweise zwei Köpfe hat.

Aki Kaurismäki ist Realist und Visionär zugleich. Mit finnischen Tangos und Punkmusik seiner Hausband Leningrad Cowboys mit ihren charakteristischen Haartollen hat Kaurismäki ein Kino zwischen Kult und poetischem Realismus erfunden, dem diese "Lange Nacht" gewidmet ist.

Aki Kaurismäki im Überblick

Sendezeit Sa, 30.04.2016 | 23:05 - 02:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Lange Nacht"
Radiosendung