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Assads Folterknechte – Wie die Nazis den syrischen Geheimdienst aufbauten
Assads Geheimdienstler heißen "die Deutschen", weil Nazis und Stasi-Agenten halfen, Folter- und Überwachungsapparat aufzubauen. Deutschland kämpft heute gegen Verbrechen in Syriens Foltergefängnissen und verurteilte Anwar R. wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft.
In Syrien tragen Assads Geheimdienstler bis heute den Spitznamen "die Deutschen". In der Nachkriegszeit waren es Nazis wie der SS-Mann Alois Brunner und später auch Stasi-Agenten der DDR, die dem syrischen Regime beim Aufbau ihres Folter- und Überwachungssystem zu helfen.
Heutzutage ist Deutschland ein wichtiger Akteur bei der Aufklärung der Verbrechen in den Foltergefängnissen des Assad-Regimes. Das Oberlandesgericht Koblenz verurteilte im Jahr 2022 den syrischen Geheimdienstler Anwar R. wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft - dies war international der erste Prozess zu Staatsfolter in Syrien.
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Assads Folterknechte – Wie die Nazis den syrischen Geheimdienst aufbauten
von Bartholomäus Laffert
| Sendezeit | Do, 12.10.2023 | 08:30 - 09:00 Uhr |
| Sendung | SWR Kultur "Wissen" |