
FeatureKultur & Gesellschaft
Brief an eine Dame in Chicago, die nach der deutschen Literatur von 1953 fragte
Eine Dame aus Chicago erkundigt sich bei Alfred Andersch nach dem Zustand der Literatur in Nachkriegsdeutschland. Andersch hebt die für ihn relevanten Autoren hervor, u.a. Koeppen, Böll und Hildesheimer, und lobt die Lyrik von Bachmann und Celan. Ein Brieffeature über die kulturelle Lage um 1953.
In dieser siebten Folge der Feature-Reihe im Radiokultursommer berichtet Alfred Andersch einer Dame in Chicago vom Zustand der damals gegenwärtigen deutschen Literatur in der Bundesrepublik Deutschland.
Eine starke Strömung dieser Literatur wird seiner Ansicht nach von folgenden Autoren repräsentiert: Wolfgang Koeppen, Georg Glaser, Heinrich Böll, Herbert Eisenreich, Rolf Schroers, Wolfdietrich Schnurre und Wolfgang Hildesheimer.
Die neue Strömung in der Lyrik schlägt sich - so seine These - in den literarischen Produkten von Paul Celan, Ingeborg Bachmann und Wolfgang Weyrauch nieder. Ausschnitte werden aus Koeppens zeitkritischem Roman "Das Treibhaus" sowie aus Arno Schmidts Werk "Die Umsiedler" vorgetragen.
Alfred Andersch wendet sich in einem Postscript sehr energisch gegen den geistigen Terror, der damals in der DDR auf die Schriftsteller ausgeübt wurde.
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Brief an eine Dame in Chicago, die mich nach der deutschen Literatur von 1953 fragte
von Alfred Andersch
Produktion: 1954
| Sendezeit | So, 30.08.2015 | 18:00 - 19:00 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Feature" |