Brechts "Das Verhör des Lukullus" erzählt die Gerichtbarkeit nach dem Tod
Brechts "Das Verhör des Lukullus" erzählt die Gerichtbarkeit nach dem Tod © Bundesarchiv, Bild 183-W0409-300 / Kolbe, Jörg / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0

Hörspiel

Das Verhör des Lukullus

Der römische Feldherr Lukullus wird nach seinem pompösen Begräbnis vor das Gericht der Schatten gerufen. Seine berühmten Schlemmereien und sein Wohlleben helfen ihm nicht, als er wegen seiner Eroberungskriege verurteilt wird. 

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Vor das Gericht der Schatten wird der römische Feldherrn Lukullus noch während der pompösen Beerdigung gerufen. Aufgrund seines Rufes als Genießer und seiner ausschweifenden Lebensweise findet er unter den Geschworenen keine Unterstützung.

Selbst seine Entlastungszeugen können ihm nicht helfen. Gegen die 80.000 Toten, die durch seine Eroberungskriege verursacht wurden, hat er wenig zu bieten, nur seinen Ruhm als Feinschmecker und die Verpflanzung eines Kirschbaums nach Italien. So wird er schließlich verurteilt: "Ins Nichts mit ihm..."

Brecht schrieb das Stück "Lukull" im Exil für den Stockholmer Rundfunk, um "so ziemlich die Grenze dessen erreicht, was noch (gegen Hitler) gesagt werden darf". Allerdings trat der schwedische Rundfunk von der Vereinbarung zurück.

Zum Autor

Bertolt Brecht (1898-1956) war ein bedeutender Schriftsteller, bekannt für seine Theaterstücke, Gedichte und Lieder. Er gilt als Begründer des "epischen Theaters" und des "Lehrstücks", welche dialektisches Denken und Handeln fördern sollen. Zu seinen Werken gehören unter anderem "Die Maßnahme" (1931), "Die heilige Johanna der Schlachthöfe" (1932) und "Die Mutter" (1933). Auch Hörspieladaptionen wie "Leben des Galilei" (BR/DRS 1960), "Aus dem Lesebuch für Städtebewohner" (DLF/BR/WDR 1997), "Hangmen Also Die" (mit Fritz Lang, BR 2005) und "Trommeln in der Nacht" (rbb 2020) zählen zu seinem Schaffen.

"Das Verhör des Lukullus" im Überblick

Das Verhör des Lukullus

von Bertolt Brecht

Mit Hanns Obonya, Ernst Meister, Dorothea Neff, Heinz Moog, Erika Pluhar, Hilde Sochor, Herta Schell, Fritz Muliar

Produktion: 1965

Sendezeit Sa, 16.05.2026 | 14:00 - 15:00 Uhr
Sendung Ö1 "Hörspiel"
Radiosendung