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Dem Täter auf der Spur - Kurze Geschichte der Kriminalistik
Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurden in Europa (falsche) Geständnisse durch Folter erzwungen. Heute geht das weniger brutal vonstatten: ein Fingerabdruck oder eine Blutspur reichen manchmal, um den Täter zu überführen. Neue Erkenntnisse aus Psychologie und Naturwissenschaften kommen ständig dazu.
Etwas Blut, ein Fingerabdruck, eine Stimmprobe - heute reichen nur wenige, manchmal mikroskopisch kleine Spuren aus, um Täter zu überführen oder Beschuldigte zu entlasten.
Die Geschichte der Verbrechensaufklärung kennt freilich brutale Methoden. Noch bis Ende des 18. Jahrhunderts wurden in Europa Geständnisse durch Folter erzwungen.
Deren Abschaffung führte zu neuen Verfahren der Ermittlung, die sich Erkenntnisse aus Psychologie und Naturwissenschaften zunutze machten.
Beide Disziplinen bilden auch heute den Kern der Kriminalistik. Mit hochmodernen Techniken versuchen Stimmexperten, Rechtsmediziner oder Molekularbiologen Verbrechen aufzuklären, Tatorte zu analysieren, Abläufe zu rekonstruieren.
Doch Spürnase, Kombinationsgabe und Experimentierfreude sind nach wie vor wichtig, um dem Täter auf die Spur zu kommen.
"Kurze Geschichte der Kriminalistik" im Überblick
Kurze Geschichte der Kriminalistik
von Joachim Meißner
| Sendezeit | Do, 22.01.2015 | 08:30 - 09:00 Uhr |
| Sendung | SWR Kultur "Wissen" |