© Viva Zaccari

Rock

Der englische Sänger Brett Anderson zwischen Britpop und Melancholie

Es ist nicht leicht, eine Pop-Ikone zu sein, die bessere Zeiten gekannt hat. In den 1990er Jahren war Brett Anderson als Sänger der Londoner Band Suede ein Star des Britpops. Sein androgyner Gesangsstil wirkte wie eine Mischung aus Morrissey und David Bowie: glamourös, hochsensibel und tiefgründig. Anderson war ein eindrucksvoller Sänger. Er flirtete und provozierte gern: "Ich bin ein bisexueller Mann, ohne jemals eine homosexuelle Erfahrung gehabt zu haben", sagte er einmal.

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Mit Suede machte er fünf Alben, das Debütwerk gewann 1993 sofort einen renommierten Preis. Die Band trennte sich 2003. Brett Anderson war zwischenzeitlich bei The Tears. Theoretisch gibt es diese Band immer noch, aber in den letzten Jahren hat Brett Anderson sich auf eine eigene Karriere konzentriert. Er ist künstlerisch spannend geblieben, aber sein kommerzieller Erfolg fiel bescheiden aus. Das aktuelle Album "Slow Attack" ist sein drittes Soloalbum, eine außergewöhnliche Arbeit mit reichlich Bläserarrangements, die bei Suede undenkbar gewesen wären.

Brett Anderson im Porträt im Überblick

Sendezeit Mo, 24.05.2010 | 02:07 - 06:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Rock"
Radiosendung