Kann man die Geschichte mit einem beherzten Giftmord ändern?
Kann man die Geschichte mit einem beherzten Giftmord ändern? © Paul Barker / freeimages.com

LiteraturLesung

Der Flakon von Hans Pleschinski | Teil 1 von 15

Teil 1/15 | Preußen überfällt Sachsen, das kapituliert. Reichsgräfin von Brühl reist als Kammerzofe getarnt nach Leipzig, um Gelehrte zum Tyrannenmord anzuheuern und den Krieg zu beenden.

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Im August 1756 erfolgt ein Angriffskrieg ohne Kriegserklärung seitens der preußischen Armee gegen Sachsen. Friedrich August, Herrscher über Polen und Sachsen sowie sein Premierminister Heinrich von Brüh, der mit dem Preußenkönig Friedrich II. verfeindet ist, haben sich in der Festung Königstein verschanzt.

Dem hochgerüsteten Preußen ist die sächsische Armee weit unterlegen und muss kapitulieren. Der Ausspruch "Sachsen ist wie ein Mehlsack. Man kann immer wieder drauf schlagen und es kommt immer noch was heraus..." stammt angeblich vom berühmten Militärstrategen Friedrich dem Großen selbst.

Währenddessen bleibt eine Frau namens Reichsgräfin von Brühl in Dresden zurück und weigert sich zu kapitulieren. Zwischenzeitlich wird das Land (einschließlich des Grünen Gewölbe) geplündert. Die Reichsgräfin entwickelt einen Plan: Zusammen mit ihrer Kammerzofe Luise von Barnhelm macht sie sich unter einem Pseudonym auf den Weg nach Leipzig via Meißen und Oschatz, wo der Besatzer seine Audienzen abhält.

In Leipzig empfängt der preußische König die berühmten Gelehrten Gellert and Gottsched; hier bietet sich für Gräfin v. Brühl eine Chance zur Tat an: Kann man durch Tyrannenmord eines dieser Herren dazu bringen, dass er etwas Beherztes tut, um so vielleicht die Geschichte zu ändern oder gar den ganzen Krieg zum Ende zu führen?

Das Buch "Der Flakon" vermischt Fiktion mit Fabulierkunst einerseits, aber auch geschichtliche Ereignisse andererseits aus Sachsen, die dem Leser ermöglicht, eine Analogie zu heute zu ziehen.

Zum Autor

Hans Pleschinski ist ein deutscher Autor, der auch als Übersetzer tätig ist. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter Bestseller wie "Königsallee" und "Wiesenstein". Einige seiner Werke sind autobiographisch geprägt. Pleschinski hat verschiedene Auszeichnungen erhalten, darunter den Nicolas-Born-Preis und den Literaturpreis der Stadt München. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

"Der Flakon von Hans Pleschinski" im Überblick

Der Flakon von Hans Pleschinski

von Hans Pleschinski

Mit Simone Kabst

Produktion: 2023

Sendezeit Mo, 02.10.2023 | 09:00 - 09:40 Uhr
Sendung MDR KULTUR "Lesezeit"
Radiosendung