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Der Heilige der Unheiligen - Marias Pakt mit San Judas Tadeo
In einer Megacity wie Mexiko-Stadt gibt es viele verzweifelte und gefallene Menschen. Diebe, Betrüger, Bettler, Gelegenheitshuren - für viele von ihnen ist San Judas Tadeo, oder auch Judas Thaddäus, der Schutzpatron. Judas? Nicht der Verräter, sondern der Apostel, der Jesus die Treue hielt.
Jeden Monat am 28. Tag versammeln sich Tausende vor der Kirche San Hipólito in Mexiko-Stadt. Doch es sieht mehr nach einem Rockkonzert aus als nach einer religiösen Prozession.
Die 21-jährige Maria ist immer dabei. Viele Junge, aber auch Alte ehren dort gemeinsam San Judas Tadeo. Nein, nicht den Judas, der Jesus verraten hat, sondern den Apostel, der ihm bis in den Tod die Treue gehalten hat.
In der mexikanischen Hauptstadt ist San Judas eine Art Erlöser für Kleindealer und Gelegenheitshuren, für die Tagelöhner und Obdachlosen. Für all die Vergessenen an der Peripherie der Gesellschaft, die Papst Franziskus gern wieder im Schoß der Weltkirche sähe.
Jeden Tag betet Maria zu San Judas, bis an ihr Lebensende trägt sie ihn bei sich: als Tattoo auf ihrer rechten Wade. Doch warum hat Maria sich dem Heiligen der Unheiligen verpflichtet?
"San Judas Tadeo - Auf Spurensuche nach dem Heiligen der Unheiligen in Mexiko-Stadt" im Überblick
San Judas Tadeo - Auf Spurensuche nach dem Heiligen der Unheiligen in Mexiko-Stadt
von Ole Schmidt
| Sendezeit | So, 02.03.2014 | 11:30 - 12:00 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Camino" |
