Für manche sind es unreife Fischeier, für andere ist Kaviar die Delikatesse schlechthin
Für manche sind es unreife Fischeier, für andere ist Kaviar die Delikatesse schlechthin © A. Röttinger / pixelio.de

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Der Stör-Fall: Vom drohenden Tod eines Ur-Fisches

Der Rogen des Belugastörs gilt als feinste, teuerste und größte Kaviarart. Um an das "Schwarze Gold" zu gelangen - der Kilopreis liegt im vierstelligen Bereich -, scheuen einige Fischer nicht, Fangverbote und Importstopps zu umgehen. Der Schwarzmarkt boomt und der Beluga ist vom Aussterben bedroht.

"Schwarzes Gold" wird der Rogen des Belugastörs genannt. Damit ist nicht nur der metallische Glanz der Fischeier gemeint.

Mit einem Warenwert von bis zu 600 Euro pro 125 Gramm zählt Schwarzer Kaviar zu den teuersten Delikatessen überhaupt. Die enorme Gewinnspanne hat zwischen Ost- und Westeuropa einen verzweigten Schwarzmarkt entstehen lassen, der von der organisierten Kriminalität beherrscht wird.

Der boomende Handel mit bedrohten Tierarten, bei dem der Preis umso stärker steigt, je weniger lebende Tiere gezählt werden, betrifft keineswegs nur afrikanisches Elfenbein und asiatische Tiger. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion gelangt Stör-Kaviar ungeachtet aller internationalen Fangverbote und Importstopps auf vielfältigen Schmuggelrouten von den Fischerdörfern an Donau und Wolga auf die Feinkostmärkte Westeuropas.

Inzwischen befürchten Artenschützer das Schlimmste: Der zähe Knorpelfisch - ein "lebendes Fossil‹" das sogar die Dinosaurier überlebt hat - könnte bald schon ausgestorben sein.

"Vom drohenden Tod des Störs" im Überblick

Vom drohenden Tod des Störs

von Andrea Rehmsmeier

Produktion: 2014

Sendezeit Di, 02.09.2014 | 19:15 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Das Feature"
Radiosendung