
FeatureKultur & GesellschaftWissenschaft & Technik
Die EU-Flüchtlingspolitik – Zehn Jahre nach dem Bootsunglück von Lampedusa
Nach dem tragischen Bootsunglück vor Lampedusa 2013 hat sich die EU-Flüchtlingspolitik verschärft. Seenotretter werden kriminalisiert und Pushbacks normalisiert. Die Zahl der Ertrunkenen im Mittelmeer ist auf über 20.000 gestiegen.
Vor der italienischen Insel Lampedusa ereignete sich am 3. Oktober 2013 eine Tragödie, als ein Boot mit zahlreichen Flüchtenden sank und 366 Menschen ihr Leben verloren. Die Erschütterung und Bestürzung in Europa waren immens. Der Papst persönlich besuchte die Insel und forderte eine größere Solidarität mit den Hilfesuchenden.
Leider hat sich seitdem das genaue Gegenteil ereignet. Die Grenzschutzbehörde Frontex wurde massiv gestärkt, Seenotretter werden kriminalisiert und Pushbacks werden zur Normalität. Unter diesen Umständen sind mehr als 20.000 Menschen auf dem Mittelmeer ertrunken. Die EU-Flüchtlingspolitik hat sich von einer humanitären zu einer abschottenden Politik entwickelt.
"Die EU-Flüchtlingspolitik – Zehn Jahre nach dem Bootsunglück von Lampedusa " im Überblick
Die EU-Flüchtlingspolitik – Zehn Jahre nach dem Bootsunglück von Lampedusa
von Paul Hildebrandt, Bartholomäus Laffert
| Sendezeit | Mi, 27.09.2023 | 08:30 - 09:00 Uhr |
| Sendung | SWR Kultur "Wissen" |