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Die Lange Nacht der Polarforschung
Der Nord- und der Südpol, auch bekannt als Arktis und Antarktis, waren über viele Jahre hinweg das Ziel ambitionierter und teils verzweifelter Entdeckungsreisen. Der Reiz, berühmt zu werden und als Held zu gelten, zog viele Abenteurer an. Dafür bezahlten sie mit Hunger, harten Entbehrungen und häufig mit ihrem Leben, oftmals monatelang in völliger Dunkelheit, bei der ihnen Finger und Zehen abfroren.
Der Nordpol soll Gerüchten zufolge erstmals 1909 erreicht worden sein – diese Behauptung wird angezweifelt –, beim Südpol ist man sich sicher, dass es 1911 geschah. Das Werk "Die Lange Nacht" schildert die Geschichte der Polarforschung, beginnend bei den Erkundungen der frühen Neuzeit bis hin zu heutigen wissenschaftlichen Unternehmungen. Dabei werden absurde Ideen wie ein eisfreies, warmes Meer am Nordpol beleuchtet, sowie der Glaube an die eigene kulturelle Überlegenheit, weshalb manche Expeditionen mit reichlich Wein, aber ohne Schlittenfahrkenntnisse starteten. Es geht um Entbehrungen und die endlose Dunkelheit der Polarnächte, manipulierte Expeditionsberichte, frühzeitige Gletscher- und Klimaforschung und die erstmalige Überwinterung eines Frauenteams in der Antarktis im Jahr 1990. Heutige Missionen nutzen Wissenschaften wie Glaziologie, Ozeanografie, Biologie und Atmosphäreninstitute, um das komplexe Erdsystem besser zu verstehen. Und schließlich bleibt die Frage nach dem Zauber des ewigen Eises: Was veranlasste viele Polarforscher, die den Gefahren des Eises entkamen und Erfrierungen an Gesicht und Füßen erlitten hatten, erneut in die weiße Unendlichkeit zurückzukehren?
Eine Lange Nacht der Polarforschung im Überblick
| Sendezeit | Sa, 29.08.2026 | 23:05 - 02:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Lange Nacht" |