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Die rote Baronesse - Das extreme Leben der Jenny Marx
An männlichen Verehrern hat es Jenny von Westphalen nie gemangelt, ihr, der schönen, anmutigen, intelligenten Baronesse. Trotz aller Avancen entschied sie sich früh - und gegen alle Konvention - für einen vier Jahre jüngeren Bürgersohn jüdischer Herkunft, den sie seit Kindertagen kannte: Karl Marx.
Dass dieser ihr fürs Erste kein standesgemäßes Leben würde bieten können, war ihr klar.
Doch was sie dann in den folgenden Jahren und Jahrzehnten unter den harten Bedingungen des Londoner Exils erlebte, übertraf wohl selbst ihre schlimmsten Befürchtungen. Unterkriegen ließ sich Jenny Marx darum noch lange nicht.
Trotz aller Not wusste sie Momente des Glücks zu genießen. Etliche Jahre lebte sie ein permanentes carpe diem am Rande des Abgrunds. Erst der Herbst ihres Lebens entschädigte sie für so manches Leid der frühen Jahre.
Über ihr "extremes Leben" hat sich Jenny immer wieder in Briefen an vertraute Menschen ausgesprochen. Ihre Texte zählen zum Schönsten, was die Briefliteratur des 19. Jahrhunderts zu bieten hat. Aus ihnen formt sich das Bild einer der außergewöhnlichsten Frauengestalten ihrer Zeit.
"Das extreme Leben der Jenny Marx" im Überblick
Das extreme Leben der Jenny Marx
von Ulrich Teusch
Produktion: 2010
| Sendezeit | So, 11.05.2014 | 18:00 - 19:00 Uhr |
| Sendung | hr2-kultur "Feature" |