Das Hawala-Geldtransfer-System ermöglicht auch den Kriminellen legale Geldüberweisungen
Das Hawala-Geldtransfer-System ermöglicht auch den Kriminellen legale Geldüberweisungen © mandinga / freeimages.com

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Die Schatten-Banker: Hawala-Geldtransfers im Fokus der Ermittler

In Deutschland nutzen zahlreiche Migrant*innen informelle Zahlungsweisen, um  ihre Angehörigen in der Heimat Geld zu senden, da es oft keine anderen Optionen gibt. Dieses Barzahlungsnetzwerk kann jedoch auch für unerlaubte Zwecke eingesetzt werden.

Hawala, ein uraltes und millionenfach bewährtes System zur Geldübermittlung, funktioniert auf einer einfachen Grundlage: In Deutschland überreicht man einem Händler, der als "Banker" auftritt, Bargeld. Dieser setzt sich dann mit seinem Pendant im Empfängerland in Verbindung, wodurch das Geld, abzüglich einer Gebühr, zeitnah an den beabsichtigten Empfänger überwiesen wird.

Die Hawala-Transaktionen sind aber nicht immer legal und können missbraucht werden, um unrechtmäßig finanzielle Mittel an Organisationen wie Menschenhändler, paramilitärische Gruppen und extremistische Bewegungen zu leiten. Hawala-Transfers stehen außerhalb der staatlichen Aufsicht, obgleich staatliche Institutionen mittlerweile vermehrt eingreifen und Maßnahmen ergreifen, um die Kontrolle zu stärken. Eine Reportage über betroffene Personen, das Bewusstsein für die Unrechtmäßigkeit und juristische Prozesse.

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Die Schatten-Banker: Hawala-Geldtransfers im Fokus der Ermittler

von Paul Hildebrandt

Sendezeit Mo, 12.05.2025 | 19:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Politik und Soziales"
Radiosendung