Die Arbeit der Schweizer Kinderhilfe nach dem Zweiten Weltkrieg
Die Arbeit der Schweizer Kinderhilfe nach dem Zweiten Weltkrieg © Bundesarchiv, Bild 183-19000-1661 / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

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Die Schweizer Kinderhilfe im Zweiten Weltkrieg

Während der Kriegs- und der folgenden Jahre fanden unzählige Kinder aus verschiedenen europäischen Ländern Zuflucht in der Schweiz. Sie stammten aus Nationen wie Österreich, Frankreich, Belgien und vor allem Deutschland; sie kamen erschöpft und voller Angst an, oft mit Schildern des Roten Kreuzes ausgestattet, um den Gastfamilien ihre Identität zu zeigen. Diese Kinder verbrachten insgesamt drei Monate dort, wo sie neben ausreichend Nahrung auch Kleidung erhielten.

Edith Aichinger berichtet: "Ich habe das Lächeln entdeckt." Ihre Erfahrungen dort waren so tiefgreifend, dass sie sich entschloss, von Österreich dauerhaft in die Schweiz umzusiedeln. Während des Krieges war diese humanitäre Hilfe allerdings für jüdische Kinder nicht vorgesehen. Erst als sich eine Wende im Krieg zugunsten der Alliierten ab zeigte, änderte sich die politische Lage. Überlebenden des Holocaust wurde die Möglichkeit gegeben, sich in der Schweiz zu erholen, was einen Versuch des Landes darstellte, die diplomatische Isolation der Kriegsjahre zu überwinden. Die "Gesichter Europas" beleuchten Geschichten von damaligen Kindern und deren Gastgebern, Berichte, die bis heute fortwirken und von politischer Instrumentalisierung erzählen, die schwerwiegende Auswirkungen hatte...

"Die Schweizer Kinderhilfe im Zweiten Weltkrieg" im Überblick

Die Schweizer Kinderhilfe im Zweiten Weltkrieg

von Leila Knüppel

Sendezeit Sa, 24.05.2025 | 11:05 - 12:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Gesichter Europas"
Radiosendung