Es ist die longue durée des Krieges, dass nach dem Ende der Kamphandlungen die Gewalt in Form von Umweltzerstörung und Gesundheitsgefährdung weiterlebt. Ein Beispiel ist Syrien. Überfüllte Müllhalden in zerstörten Städten verschmutzen landwirtschaftliche Böden und Flüsse, Trinkwasser ist oft kontaminiert. Durch die Abfälle und stehendes Wasser breiten sich Sandfliegen rasant aus, die Leishmaniose übertragen - eine Krankheit, die in Syrien seit Jahren stark zunimmt. Hinzu kommen toxische Überreste von Munition, Bomben und Sprengstoffen, aber auch die zerstörten Gebäude, Betonstaub, Asbest etc., die Böden verseuchen und das Risiko für Geburtsdefekte und chronische Erkrankungen erhöhen. Das Kriegserbe Syriens zeigt sich so nicht nur in den Ruinen seiner Städte, sondern in der schleichenden Vergiftung von Umwelt und Körpern. - Gestaltung: Laura Salm-Reifferscheidt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. 01. 2026.
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Den Gedanken Raum geben - mit Reportagen, Features, Recherchen, Porträts und Gesprächen aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst, Politik und Wirtschaft, Natur und Technik.
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86 Folgen
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Folge vom 21.01.2026Die Langzeitfolgen des Syrienkriegs
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Folge vom 20.01.2026Therapiebegleithunde: Hechelnde Helfer, die heilenÄltere Leute, Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen oder auch Schulkinder erwarten sie oft sehnsüchtig: Hunde, die eigens dafür ausgebildet wurden, therapeutisch Gutes zu tun. Im Gegensatz zu Assistenzhunden, die dauernd bei einem Menschen mit Behinderung leben und diesen in seinem Alltag unterstützen, sind Therapiebegleithunde mit ihren Haltern Teil des Behandlungskonzepts. Wie die Erfahrung gezeigt hat, werden mit den Fellnasen spielerisch Brücken gebaut, therapeutische Ziele schneller und leichter erreicht und das Wohlbefinden insgesamt auf besondere Weise gefördert. Für die anspruchsvolle Beziehungsarbeit als Therapiebegleithund kommen grundsätzlich verschiedenste Rassen und auch "Promenadenmischungen" in Frage. Vor dem Einsatz muss jedes Tier eine Prüfung ablegen. Gestaltung: Sabrina Adlbrecht. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 20. 01. 2026)
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Folge vom 19.01.2026Generation Single?Seit einigen Jahren häufen sich die Berichte, dass immer mehr Menschen allein wohnen. Laut Statistik Austria sind die Einpersonenhaushalte in den letzten 20 Jahren mehr geworden. Eine OECD-Studie kommt für einen Großteil ihrer Mitgliedstaaten zu einem ähnlichen Befund. Allein zu leben, ist zwar noch kein Indiz für ein Single-Dasein, dennoch nähren solche Zahlen die Vermutung, dass immer weniger Menschen in Beziehungen leben. Ein Trend der vor allem bei jüngeren Generationen zu beobachten ist. Spielen in dieser Entwicklung neben demographischen Verschiebungen vor allem gesellschaftliche Veränderungen eine Rolle, beispielsweise der Geschlechterdiskurs? Gestaltung: Kaspar Arens. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 19. 01. 2026
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Folge vom 15.01.2026Open Space: Das Magazin1. Warum amerikanische Tech-Firmen bei der Entwicklung des Quantencomputers auf supraleitende Qubits setzenBeitrag: Robert Czepel2. Ein Grazer Forschungsexpedition reiste nach Nepal, um buddhistische Tempel mit einem 3-D-Messverfahren zu dokumentierenBeitrag: Sylvia Andrews3. An der Medizinischen Universität Wien wurde eine neue Nachweismethode entwickelt, die Mikro- und Nanoplastik gewebeschonend im menschlichen Körper lokalisieren und identifizieren kannBeitrag: Sabrina AdlbrechtModeration: Armin Stadler