Dummheit impliziert, dass man sein Gehirn nicht nur nicht benutzen kann, sondern auch nicht benutzen will
Dummheit impliziert, dass man sein Gehirn nicht nur nicht benutzen kann, sondern auch nicht benutzen will © Jason Antony / freeimages.com

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Dummheit - Philosophische Annäherungen an ein alltägliches Problem

"Selig sind die geistig Armen" lautet ein alter überlieferter Ausspruch. Während sich die Klugen den Kopf zerbrechen und von Selbstzweifeln geplagt werden, gehen die Dummen unbeschwer und selbstbewusst durch das Leben. Welchen Stellenwert hat Dummheit in der heutigen Kommunikationsgesellschaft?

"Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln", sagt der Volksmund. Der Philosoph Montaigne ist sogar der Auffassung, dass ein gewisses Maß an Dummheit förderlich sei.

Die Dummen gehen mit sich zufrieden und selbstbewusst durchs Leben, die Klugen würden von ständigen Selbstzweifeln geplagt.

Einen ganz anderen Blick auf die Dummheit haben Philosophen wie Erdmann. Für sie sind Menschen nicht nur bei Intelligenzdefiziten dumm, sondern auch dann, wenn sie aufgrund ihrer Überzeugung oder Machtposition einwandsimmun würden und nicht in einem lebendigen Austausch mit der Welt stehen. Für diese Art von Dummheit scheinen besonders Politiker, Manager und Wissenschaftler anfällig zu sein.

"Dummheit" im Überblick

Dummheit

von Rolf Cantzen

Sendezeit Fr, 12.07.2013 | 08:30 - 09:00 Uhr
Sendung SWR2 "Wissen"
Radiosendung

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