Eugénie Grandet wird aufgrund des Reichtums ihres Vaters von vielen Männern umworben
Eugénie Grandet wird aufgrund des Reichtums ihres Vaters von vielen Männern umworben © Rodrigo Valladares / freeimages.com

Hörspiel

Eugénie Grandet - Nach Honore de Balzac | Teil 1 von 3

Teil 1/3 | Der Klassiker von Balzac zeichnet das Bild einer tragischen Protagonistin in einer bürgerlich-kapitalistischen Welt. Aus dem unerbittlichen Griff von väterlicher Gier und den damals herrschenden gesellschaftlichen Normen gibt es kein Entkommen.

Für den Winzer Grandet dreht sich alles um zwei zentrale Aspekte: seinen Wohlstand und seine Tochter Eugénie. Bald rückt sie als einzige Erbin ins Zentrum von Heiratsabsichten und Schmeicheleien. Selbst daraus zieht der Vater noch einen Vorteil heraus. Eugénie widersetzt sich kaum dem restriktiven Umfeld aus Knauserigkeit und Regelwerk. An ihrem 23. Geburtstag tritt unerwartet Besuch aus Paris ein: Charles, Grandets Neffe und Eugénies Cousin, der für einige Zeit bei der Familie verweilen wird.

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Zum Autor

Im Alter von 15 Jahren zog Honoré de Balzac (1799?1850) mit seiner Familie von Tours nach Paris. Sein Jura-Studium brach er vor den Abschlussprüfungen ab, um sich der Schriftstellerei zu widmen, und fand daraufhin Zugang zur Welt des Adels. Um seinen kostspieligen Lebensstil aufrechtzuerhalten, war Balzac gezwungen, immer mehr Texte zu publizieren. In eine Mönchskutte gehüllt schrieb er bis zu 17 Stunden am Tag, das Einzige, was ihm am Leben gehalten hat, war der immense Kaffeekonsum. Dennoch war Balzac die längste Zeit seines Lebens schwer verschuldet. Erst 1850 schaffte er es, reich zu heiraten. Aber noch im selben Jahr erlag er seinem erschöpften Herz. Die "Comédie humaine" war sein Hauptwerk, ein Romanzyklus, der die Tugenden und Abgründe von Mensch und Gesellschaft im 19. Jahrhundert erforscht. Von 137 geplanten Erzählungen konnte Balzac 91 beenden. Deutschlandradio Kultur realisierte als Hörspiele "Eugénie Grandet" (2015), "Cousine Lisbeth" (DKultur/RB 2017) und "Vater Goriot"(2017).

"Eugénie Grandet - Nach Honore de Balzac" im Überblick

Eugénie Grandet - Nach Honore de Balzac

von Honoré de Balzac

Mit Matthias Habich, Lisa Hrdina, Verena von Behr, Laurenz Laufenberg, Erika Skrotzki, Peter Mati?, Max von Pufendorf, Maren Kroymann

Produktion: 2015

Sendezeit So, 01.06.2025 | 18:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Hörspiel"
Radiosendung