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Kultur & Gesellschaft

Flurfunk Geschichte

Wir sind Daniel und Solveig und begeistern uns für Geschichte. Wir haben lange zusammen im Museum gearbeitet und Führungen gemacht. Im Mittelpunkt unserer Folgen stehen Menschen, ihre Lebenswelt und die Frage, warum sich unsere Sicht auf frühere Epochen immer wieder verändert. Jeden Monat erzählen wir Euch eine unserer Lieblingsgeschichten. Dir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. Du kannst uns auch über ko-fi unterstützen: https://ko-fi.com/flurfunkgeschichte Oder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf Steady: https://steadyhq.com/de/flurfunk-geschichte/ Für deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer Bonus-Folge "Nachklapp" zum Thema der aktuellen Folge. Links: Unsere Website: flurfunk-geschichte.de Podcast und Videos auf unserem Youtube-Kanal Instagram - facebook - threads Email: kontakt@flurfunk-geschichte.de

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Folgen von Flurfunk Geschichte

72 Folgen
  • Folge vom 04.04.2024
    FG035 - Napoleon und Luise
    Solveigs Frauen-Trilogie hat das erste Quartal des Jahres bestimmt und nun legt Daniel mit einer radikalen Frau nach: wir würdigen in dieser Folge Luise, die bekannteste preußische Königin. Über ein Jahrhundert war Luise Teil eines nationalen preußischen und deutschen Mythos. Dessen wesentlicher Bestandteil war ihre Begegnung mit Napoleon. Daher sprechen wir auch über die Umwälzungen in Europa unter Napoleon, die wir in unserer ersten Folge über den Kaiser der Franzosen nicht besprechen konnten.Die junge PrinzessinAls Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz kam Luise 1793 zusammen mit ihrer Schwester Friederike nach Berlin. Beide jungen Frauen wurden mit preußischen Prinzen vermählt. Während Luise und der spätere preußische König Friedrich Wilhelm III. sich in Liebe und Freundschaft einander zugetan waren, war Friederikes Gatte deutlich weniger begeistert. Die Hochzeiten werden noch mit barockem Zeremoniell und in Anwesenheit der Witwe Friedrichs des Großen gefeiert. Doch mit Amtsantritt Friedrich Wilhelms III. beginnt die bürgerliche Lebensweise am Berliner Hof bzw. auf dem Landgut in Paretz.Die leidende KöniginViele Jahre hält sich Preußen aus den Koalitionskriegen gegen das revolutionäre Frankreich heraus, obwohl insbesondere Zar Alexander es gerne als Verbündeten hätte. Friedrich Wilhelm III. steht schließlich alleine gegen Frankreich und erlebt die vernichtende Niederlage seines Heeres in der Schlacht bei Jena und Auerstedt. Napoleon sieht in Königin Luise die eigentliche Kriegspartei. Der königliche Hof flieht nach Ostpreußen, wo zeitweilig schwer erkrankt und mit ihrem Schicksal hadert. Dort kommt es schließlich zur Begegnung mit Napoleon. Staatskanzler Hardenberg hofft, sie könne durch ihren "Opfergang" den Kaiser zur Milde in den Friedensverhandlungen bewegen. Der nationale MythosLuise, die junge, schöne und im Umgang mit Menschen unbefangene Königin war schon zu Lebzeiten sehr populär. Nach ihrem frühen plötzlichen Tod im Jahre 1810 wird sie zur preußischen Madonna verklärt. Ihrem Andenken widmet Friedrich Wilhelm III. die Stiftung des Eisernen Kreuzes und die Befreiungskriege erscheinen bald wie ein Rachefeldzug für Luise, der die französische Besetzung Preußens ihr Herz gebrochen habe. Diese Vorstellungen werden um ein Vielfaches verstärkt, als Frankreich 1870 Preußen - ausgerechnet an Luises Todestag - den Krieg erklärt. Der spätere Kaiser Wilhelm I., Luises Sohn, besucht ihr Mausoleum, bevor er mit den Truppen gen Frankreich aufbricht. Nun wird Luise zur Mutter der Nation stilisiert. Kontakt und UnterstützungDir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. Du kannst uns über ko-fi unterstützen: https://ko-fi.com/flurfunkgeschichteOder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf Steady: https://steady.page/de/flurfunk-geschichteFür deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer Bonus-Folge "Nachklapp" zum Thema der aktuellen Folge.Wir freuen uns über Kommentare und Fragen an kontakt@flurfunk-geschichte.deFlurfunk Geschichte liefert Euch weitere Hintergrundinfos bei Facebook, Instagram und threads. Solveigs Video-Essays findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.Weiterer PodcastWillst du noch mehr von uns hören? Dann folge den Ereignissen und Debatten in der ersten deutschen Nationalversammlung bei Flurfunk Paulskirche: https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm
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  • Folge vom 07.03.2024
    FG034 - Radikale Frauenbewegung
    Pünktlich zum Frauentag vollenden wir unsere Trilogie mit einer Folge über die radikale Frauenbewegung. Die Frauen dieser Bewegung sind jedoch weder Terroristinnen noch Thermidorianerinnen. Ihre Radikalität äußert sich in der Infragestellung überkommener Geschlechterbilder.Durch ihre Vorstellungen von Geschlechterrollen, die Ablehnung der Ehe und ihre Auseinandersetzung mit weiblicher Sexualität geraten die Frauen der "radikalen" Bewegung in Konflikt mit Vertreterinnen der bürgerlichen Frauenbewegung. Der Konflikt um die Zielsetzung der Frauenbewegung ist zugleich auch ein Generationenkonflikt. So profitierte Helene Stöcker als Studentin vom Kampf für Bildung des Frauenvereins der bürgerlichen Frauen. Im Bund für Mutterschutz kämpft sie nun für eine neue Ethik. Kern der "radikalen" Ansichten ist das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper und die Idee einer gerechten Partnerschaft. Daraus folgt vor allem das Eintreten für die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, d.h. die Abschaffung des §218 StGB. Doch auch die Streichung des §175, der männliche Homosexualität unter Strafe stellt, wird angestrebt. So findet auch eine Auseinandersetzung mit den Forschungen Magnus Hirschfelds statt. Anna Pappritz findet dessen Konzepte von Geschlecht jedoch zu simpel. Das einige Frauen in Gemeinschaft zusammenleben, veranlasst jedoch auch zu Distanzierungen innerhalb der Bewegung. Denn diese stehen im Verdacht, lesbischer Liebesbeziehungen zu sein. Das bekannteste Beispiel ist Anita Augspurg, obwohl die Quellen hier keine definitive Auskunft geben. Ella Mensch, Herausgeberin der Frauen-Rundschau, sieht dadurch die gesamte Frauenbewegung diskreditiert und ist mit dieser Ansicht nicht alleine. Noch mehr zur ersten Frauenbewegung gibt es in Folge 8 unseres Podcasts "Flurfunk Paulskirche"Kontakt und UnterstützungDir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. Du kannst uns über ko-fi unterstützen: https://ko-fi.com/flurfunkgeschichteOder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf Steady: https://steady.page/de/flurfunk-geschichteFür deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer Bonus-Folge "Nachklapp" zum Thema der aktuellen Folge.Wir freuen uns über Kommentare und Fragen an kontakt@flurfunk-geschichte.deFlurfunk Geschichte liefert Euch weitere Hintergrundinfos bei Facebook, Instagram und threads. Solveigs Video-Essays findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.Weiterer PodcastWillst du noch mehr von uns hören? Dann folge den Ereignissen und Debatten in der ersten deutschen Nationalversammlung bei Flurfunk Paulskirche: https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm
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  • Folge vom 08.02.2024
    FG033 - Proletarische Frauenbewegung
    In unserer neuen Folge blicken wir auf die proletarische Frauenbewegung. Anders als den bürgerlichen Damen geht es den Arbeiterinnen um eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen und Anerkennung ihrer Arbeitsleistungen. Arbeitende Frauen gab es ohne Zweifel zu allen Zeiten - vor allem in der Heimarbeit. Und so gab es auch schon in früheren Epochen berühmte Frauenproteste, wie den Marsch der "Fischweiber" nach Versailles. Wo Frauen sich als Fabrikarbeiterinnen verdingen, werden sie für ihre vermeintlichen "leichten" Tätigkeiten schlechter entlohnt. Gleichzeitig fürchten die männlichen Kollegen eine mögliche Konkurrenz. Dennoch wird die proletarische Solidarität zum wichtigen Moment. Vor allem für die zentrale Figur der Bewegung: Clara Zetkin.Zetkin engagiert sich in der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands und sieht in den bürgerlichen Frauen keine Verbündeten, sondern Vertreterinnen der Bourgeoisie. Die Skepsis ist dabei beiderseitig, denn die bürgerlichen Frauenvereine sorgen sich wegen des revolutionären Geistes im Arbeiterinnenverein. Nach Erlangung des Wahlrechts in der Weimarer Republik wendet sich Zetkin vor allem dem Kampf gegen den Faschismus. Als Alterspräsidentin eröffnet noch 1932 den Reichstag und muss den Vorsitz an Hermann Göring übergeben. Ihre Eröffnungsrede, in dem sie noch einmal von einem "Sowjetdeutschland" träumt, könnt ihr hier nachhören: Rundfunkarchiv.Kontakt und UnterstützungDir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. Du kannst uns über ko-fi unterstützen: https://ko-fi.com/flurfunkgeschichteOder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf Steady: https://steady.page/de/flurfunk-geschichteFür deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer Bonus-Folge "Nachklapp" zum Thema der aktuellen Folge.Wir freuen uns über Kommentare und Fragen an kontakt@flurfunk-geschichte.deFlurfunk Geschichte liefert Euch weitere Hintergrundinfos bei Facebook, Instagram und threads. Solveigs Video-Essays findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.Weiterer PodcastWillst du noch mehr von uns hören? Dann folge den Ereignissen und Debatten in der ersten deutschen Nationalversammlung bei Flurfunk Paulskirche: https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm
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  • Folge vom 18.01.2024
    FG032 - Bürgerliche Frauenbewegung
    Gleich zum Start in das neue Podcast-Jahr verspricht uns Solveig eine neue Trilogie! Diesmal stimmen wir uns auf den Frauentag im März ein und schauen auf verschiedene Gruppierungen der Frauenbewegung im 19. und Anfang des 20. Jahrhundert. Im ersten Teil geht es um die bürgerlichen Frauen und ihren Kampf um Bildung.Die Frauen werden unterstützt vom sozialistischen Vorkämpfer August Bebel. Der beschwert sich über die hartnäckigen Vorurteile gegenüber Frauen. Denn die meisten Männer sehen das "schwache" Geschlecht mit den Augen des Aufklärers Johann Ludwig Ewald. Das ist ein aus der Episode über Johanna Haarer bekannter Naturphilosph. Er hielt seinen Zeitgenössinen Vorlesungen darüber, welche Rolle die Natur für sie vorgesehen hat und derer sie sich nicht erwehren sollen."Drohende und tobende Weiber" hatte Ewald vermutlich in der englischen Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft oder der französischen Revolutionärin Olympe de Gouges. Deren Vorstellungen von Frauenrechten stieß seinerzeit auf wenig Verständnis und kostete sie das Leben!In Deutschland werden Frauen in der Revolution von 1848 politisch sichtbar und eine zentrale Rolle spielte dabei Louise Otto-Peters. Sie wurde später zur Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins. Dessen Ziel war es vor allem, Frauen Zugang zu höherer Bildung zu verschaffen und die rechtliche Gleichstellung der Frau zu erreichen. Die bürgerlichen Vereinsmitglieder hätten aber ansonsten den naturphilosophischen Äußerungen immer nochzugestimmt - insbesondere was die Mutterschaft betraf.Kontakt und UnterstützungDir gefällt Flurfunk Geschichte? Wir freuen uns über eine nette Bewertung oder eine Nachricht von dir. Du kannst uns über ko-fi unterstützen: https://ko-fi.com/flurfunkgeschichteOder auch regelmäßig durch eine Mitgliedschaft auf Steady: https://steady.page/de/flurfunk-geschichteFür deine regelmäßige Unterstützung bedanken wir uns mit einer Bonus-Folge "Nachklapp" zum Thema der aktuellen Folge.Wir freuen uns über Kommentare und Fragen an kontakt@flurfunk-geschichte.deFlurfunk Geschichte liefert Euch weitere Hintergrundinfos bei Facebook, Instagram und threads. Solveigs Video-Essays findet ihr auf unserem YouTube-Kanal.Weiterer PodcastWillst du noch mehr von uns hören? Dann folge den Ereignissen und Debatten in der ersten deutschen Nationalversammlung bei Flurfunk Paulskirche: https://flurfunk-paulskirche.letscast.fm
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