Bei der Abstimmung über die SRG-Initiative am 8. März geht es darum, wie viel Geld die SRG in Zukunft erhält. Rechts-Bürgerliche stehen dabei Mitte-Links gegenüber.
Die SRG sei zu gross und verdränge die privaten Medienhäuser. Diese Ansicht vertritt ein Komitee aus Vertretern von SVP, Jungfreisinn und Gewerbeverband. Mit der SRG-Initiative soll die Radio- und Fernsehabgabe von heute 335 Franken im Jahr auf 200 Franken gesenkt werden. Ausserdem sollen alle Firmen von der Abgabe befreit werden.
Gegen die Initiative wenden sich die Parteien des Mitte-links-Lagers und zahlreiche Sport- und Kulturverbände. Die SRG sei wichtig für den Service Public und dürfe nicht geschwächt werden, so die Argumentation der Initiativ-Gegner. Auch die Konferenz der Kantonsregierungen lehnt die SRG-Initiative ab. Die Berichterstattung aus allen Regionen sei wichtig.
Gäste im «Forum»
In der Diskussionssendung «Forum» debattieren am Donnerstag, 29. Januar 2026 über die SRG-Initiative:
- Jonas Lüthy, Co-Präsident des Initiativkomitees «200 Franken sind genug!»
- Amélie Galladé, Vorstandsmitglied des Komitees «Nein zur Halbierungsinitiative»
Kultur & GesellschaftPolitikTalk
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Im «Forum» diskutieren Fachleute mit Hörerinnen und Hörern brennende aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport. Das «Forum» ist live. Der Hörer- und Usereinbezug ist das Markenzeichen der Sendung «Forum». Die Hörerinnen und Hörer sind entweder live im Studio oder aber sie beteiligen sich per Telefon oder an der Online-Diskussion auf srf1.ch.
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Folge vom 29.01.2026Wie gross soll die SRG künftig sein?
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Folge vom 22.01.2026Braucht es einen Klimafonds - ja oder nein?Die Schweiz stimmt am 8. März 2026 über die «Klimafonds-Initiative» ab. Braucht es mehr Geld für den Klimaschutz? Oder tut die Schweiz bereits genug? Am 8. März 2026 stimmt die Schweiz über die «Klimafonds-Initiative» ab. Bei einem Ja müsste der Bund bis 2050 jährlich 0.5 bis 1 Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung in einen neu geschaffenen Klimafonds einzahlen. Im Jahr 2024 wären das vier bis acht Milliarden Franken gewesen. Ohne diese zusätzlichen Mittel werde die Schweiz ihre Klimaziele – das gesetzlich verankerte Netto-Null-Ziel zum Ausstoss von Treibhausgasen bis 2050 – deutlich verfehlen, sagen SP und Grüne, welche die Initiative lanciert haben. Der Klimafonds diene der Umsetzung des Volkswillens, so die Initianten. Mit diesem Fonds sollen mehr Gebäude isoliert, alte Heizungen durch Wärmepumpen ersetzt und mehr Solarpanels auf Dächer gebaut werden. Gleichzeitig sollen mehr Fachkräfte in diesen Bereichen ausgebildet werden. Aber auch der öffentliche Verkehr und die Biodiversität sollen von diesem Geld profitieren. Die bürgerlichen Parteien Mitte, FDP und SVP sind gegen die Initiative. Auch der Bundesrat lehnt sie ab. Klimaminister Albert Rösti sagte in der Pressekonferenz vom 20. Januar, dass bereits viel für den Klimaschutz getan werde. Rund zweieinhalb Milliarden Franken jährlich gebe der Bund aktuell für Klima und Schutz der Biodiversität aus. Ein Klimafonds würde den angespannten Bundeshaushalt mit Mehrausgaben in Milliardenhöhe belasten, argumentiert der Bundesrat. Die Gegnerinnen und Gegner der Initiative kritisieren zudem, dass der Fonds nicht der Schuldenbremse unterstehen würde. Unklar ist auch, woher die Zusatzmilliarden stammen sollen. Tut die Schweiz bereits genug für den Klimaschutz? Oder braucht es einen Klimafonds? In der Sendung «Forum» diskutieren Gäste mit Hörerinnen und Hörern: · Beatrice Borio, Präsidentin Mitte-Frauen Basel-Landschaft und im Präsidium Mitte-Frauen Schweiz · Tobias Frehner, Wahlkampfleiter bei der FDP Kanton Bern und ehemaliger Präsident Jungfreisinnige Kanton Bern
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Folge vom 15.01.2026Alkohol-Empfehlungen auf dem PrüfstandEmpfehlungen zum Alkoholkonsum sollen Orientierung geben. Aktuell steht ihre Anpassung zur Diskussion. Auslöser für die Anpassungen ist die neue Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie hält fest, dass es keinen gesundheitlich unbedenklichen Alkoholkonsum gibt und dass bereits kleine Mengen mit Risiken verbunden sind. Der Bundesrat prüft deshalb eine Anpassung seiner Empfehlungen. Im Parlament regt sich dagegen Widerstand. Der Ständerat möchte verhindern, dass sich der Bund an der WHO orientiert und verweist auf laufende Studien sowie auf widersprüchliche Forschungsergebnisse. Kritiker befürchten eine Bevormundung der Bevölkerung und negative Folgen für Wirtschaft und Genusskultur. Befürworter einer Anpassung halten dagegen: Es gehe nicht um Verbote, sondern um transparente Information auf Basis des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstands. Nur wer über Risiken informiert sei, könne eigenverantwortliche Entscheidungen treffen. Besonders wichtig sei dies für Jugendliche und andere vulnerable Gruppen. Die Diskussion fällt in eine Zeit, in der viele Menschen ihren Alkoholkonsum bewusst hinterfragen. Der sogenannte «Dry January», bei dem im Januar freiwillig auf Alkohol verzichtet wird. Er macht das Thema auch im Alltag sichtbar, unabhängig von politischen Debatten. Damit stellt sich eine grundsätzliche Frage: Braucht es angepasste Alkohol-Empfehlungen des Bundes oder genügt Eigenverantwortung? Im FORUM diskutieren Gäste mit Hörerinnen und Hörern: · Philip Bruggmann, Co-Chefarzt Innere Medizin, Suchtzentrum Arud, Zürich · Philipp Schwander, Mitinitiator Gaudium Suisse, «Genuss mit Haltung» und Master of Wine
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Folge vom 08.01.2026Crans-Montana: Wie können wir das Unglück verarbeiten?Die Brandkatastrophe in Crans-Montana hat sehr viele Opfer gefordert und das Land erschüttert. In der Bevölkerung sind die Betroffenheit und die Anteilnahme gross. Eine Woche nach dem schrecklichen Ereignis sprechen wir im «Forum» über die kollektive Verarbeitung des Unglücks. Der Brand in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht war ein riesiger Schock – für Crans-Montana, aber auch für die Schweiz. 40 Tote und über 100 Verletzte! Wie konnte das nur passieren in unserem Land, das so viel Wert auf Regeln, Kontrollen und Sicherheit legt? Der Jahresanfang sollte ein verheissungsvoller Moment sein, der Auftakt zu etwas Neuem, Vielversprechendem. Doch die Wunderkerzen auf den Champagnerflaschen haben zur Katastrophe geführt und den Jahresauftakt verdunkelt. Im «Forum» vom Donnerstag, 8. Januar 2026, sprechen Fachleute darüber, wie den Betroffenen geholfen werden kann und wie wir als Gesellschaft dieses Unglück verarbeiten können – damit wir unsere Hoffnung und Zuversicht nicht verlieren. Gäste im «Forum» - Stina Schwarzenbach, reformierte Pfarrerin in der Stadt Winterthur - Urs Braun, Notfallpsychologe, Präsident des Vereins Notfallpsychologie