"OnlyFans", die Internetplattform für käuflichen Sex
"OnlyFans", die Internetplattform für käuflichen Sex © Dany Sabadini / freeimages.com

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Geld & Sex – OnlyFans und der Traum vom Reichtum

Die Pandemie sorgte dafür, dass die Plattform "OnlyFans" einen weltweiten Aufschwung erlebte. In der Sendung "Geld & Sex – OnlyFans und der Traum vom Reichtum" geht es darum, ob die verändernde Sexarbeit eine Form der Selbstermächtigung oder der Ausbeutung ist.

Auf einer Bezahlplattform bieten Lucy und Basti Videos und Nacktbilder zum Verkauf an. Damit sind sie zwei von Zehntausenden Menschen, die das machen. Die Sexarbeit verändert sich auch durch die Digitalisierung und es scheint leichter zu sein, dem Reichtum dadurch näher zu kommen.

Die Plattform funktioniert so, dass Menschen anderen Menschen Geld dafür geben, etwas gezeigt zu bekommen. Anfangs war die Idee, dass Gitarrenriffs, Kochrezepte und Töpfertricks beispielsweise ausgetauscht werden. Mittlerweile ist "OnlyFans" eine Art Instagram für pornographische Inhalte und hat auf der ganzen Welt 200 Millionen Nutzer/innen.

Das Unternehmen rechnete bereits im Jahr 2020 mit einem Umsatz in Höhe von zwei Milliarden Dollar. Die 19-jähirge Bhad Bhabie ist eine Rapperin aus Amerika, die im April dieses Jahr eine Abrechnung ihres "OnlyFans"-Accounts veröffentlichte. Darin legt sie offen, dass sie im Vorjahr scheinbar 52 Millionen Dollar verdient hätte.

Zehntausende Creator/innen aus Deutschland gibt es ebenfalls und mehrere Hunderttausend Fans, die Kanäle abonnieren und dafür acht, zehn oder zwanzig Dollar monatlich bezahlen. Liegt hier Ausbeutung oder Selbstermächtigung vor?

"Geld & Sex – OnlyFans und der Traum vom Reichtum " im Überblick

Geld & Sex – OnlyFans und der Traum vom Reichtum

von Marc Bädorf

Produktion: 2022

Sendezeit Sa, 24.09.2022 | 14:00 - 15:00 Uhr
Sendung rbbKultur "Feature"
Radiosendung