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Gott kontra Vernunft: Holbach und Voltaire - Gläubige Gottesleugner (4) | Teil 4 von 6
Teil 4/6 | Als Holbachs Buch "Systeme de la nature" 1770 erschien, reagierte Voltaire zornig: "Dieses verfluchte Buch ist eine Sünde wider die Natur. Ich war verärgert, dass man die Philosophie so weit getrieben hat."
In diesem Hauptwerk entfaltet Holbach konsequent ein materialistisches "System der Natur", in dem weder ein Gott noch eine Idealisierung der Natur Platz finden.
Die Natur ist - mitsamt dem Menschen - eine Maschine, die mit Hilfe der Vernunft durchschaut werden kann. Moral reduziert sich für Holbach auf den Gedanken der Nützlichkeit, Glück ist nichts anderes als dauerhaftes Vergnügen. Voltaire hielt, wahrscheinlich nicht nur aus taktischen Gründen, an seinem Gottesglauben fest.
Im Kampf gegen den repressiven Katholizismus und für die Aufklärung wirkten beide Denker zusammen.
"Aus der Reihe: Gläubige Gottesleugner" im Überblick
Aus der Reihe: Gläubige Gottesleugner
von Rolf Cantzen
Produktion: 1997
| Sendezeit | Fr, 15.08.2014 | 08:30 - 09:00 Uhr |
| Sendung | SWR Kultur "Wissen" |