
FeatureKultur & Gesellschaft
Groschenromane - Geschichte und Gegenwart der trivialen Lektüre
Der Groschenroman stammt noch aus der Zeit, als es noch Groschen gab und man einen der Heftromane für wenige davon erwerben konnte. Bis heute halten sich die Hefte wacker, die vielerorts nur als trivialer Schund gelten.
"Jerry Cotton", "Perry Rhodan" oder "Der Bergdoktor" sind die Titel beliebter "Groschenromane". In den 1960er- und 1970er-Jahren war es ein Millionenpublikum, das Woche für Woche den neuen Heften entgegenfieberte.
Im offiziellen Literaturbetrieb fanden solche "billigen" Geschichten keinen Platz. Sie galten als profan und trivial, sogar als "Schmutz und Schund".
Vorläufer des Heftromans gab es freilich schon im 18. Jahrhundert: "Volksbüchlein" mit Abenteuer- und Liebesgeschichten sorgten damals für die Unterhaltung des Publikums. Heute gehört das Triviale längst zum medialen Alltag - und auch der Heftroman findet nach wie vor seine Leser.
Junge Autoren verfassen rührselige Geschichten, Verlage bieten sie als E-Book an, und mancherorts kann man sich täglich neue Folgen der Triviallektüre auf das Smartphone laden.
"Groschenromane " im Überblick
Groschenromane
von Detlef Berentzen
| Sendezeit | Do, 30.10.2014 | 08:30 - 09:00 Uhr |
| Sendung | SWR Kultur "Wissen" |