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Hörspiel

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Das ist SRF Hörspiel: Ob als aktuelles Dialekt-Hörspiel, als rasant inszenierter Radio-Krimi oder als intimes Hörstück, es erwarten Sie überraschende Hörgeschichten.

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Folgen von Hörspiel

100 Folgen
  • Folge vom 16.04.2021
    1/2: «Ellbogen» von Fatma Aydemir
    Wut ist eine eruptive, unkalkulierbare Kraft. Sie frisst sich langsam durch die sorgsam gewahrte Fassade, bis sie plötzlich und ungeplant explodiert. Dann genügt manchmal «ein kleiner Schubs an der richtigen Stelle», und alles scheint verloren. Die siebzehnjährige Hazal ist verletzlich und gleichzeitig grob, voller Energie und unnütz selbst in Billigjobs, überschäumend vor Hoffnungen und Ängsten. Eigentlich fast normal in diesem Alter. Aber Hazal lebt eingezwängt zwischen den traditionellen muslimischen Vorstellungen ihrer Eltern und der brutalen Realität ihres Berliner Kiezes. Auf der Suche nach Perspektive und Heimat macht sie schliesslich einen fatalen Fehler. «Ellbogen» erzählt die Geschichte von Hazal und ihren Freundinnen in Berlin, die alle ums Überleben kämpfen. Als plötzlich die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie im Leben war. Lustig und traurig, wütend und zart stellt die Autorin Fatma Aydemir in ihrem Debütroman, aus dem Kirstin Petri ein zweiteiliges Hörspiel gemacht hat, eine grosse Frage: Was kann in dieser Welt aus einem Mädchen wie Hazal schon werden? Und gibt eine ebenso grosse Antwort: Alles. Mit: Aysima Ergün (Hazal), Altine Emini (Elma), Deniz Orta (Gül), Uygar Tamer (Mutter), Orhan Müstak (Vater/Polizist/Mann), Thomas Reisinger (Detektiv), Burak Yigit (Onur), Jirka Zett (Eugen), Burkak Öztürk (Memet), Mehmet Atesci (Halil), Yasemin Cetinkaya (Gözde), Jale Arikan (Tante Semra), Elias Eilinghoff (Student), Ilknur Bahadir (Defne/Frau), Stephanie Ebner (Arzttochter 1), Julia Kunz (Arzttochter 2) Musik: Peter Kaizar - Tontechnik: Tom Willen - Dramaturgie: Susanne Janson - Hörspielfassung und Regie: Kirstin Petri - Produktion: SRF 2019 - Dauer: 50' Freitag, 23.04.2021, 20.00 Uhr, Radio SRF 1, 2/2 Das Hörspiel steht bis am 23.6.2021 zum Nachhören und als Download zur Verfügung.
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  • Folge vom 10.04.2021
    «Scheinwut» von Bettie I. Alfred
    Das Leben der Lissy Heiliger ist ein ewiger Scheiterhaufen. Seit ihrer Kindheit schafft sie es einfach nicht, ein «normales» Leben aufzubauen. Und auch die Männer, die sie auf ihrem Weg begleiten - Vater und Ehemann -, können der kleinen Frau dabei nicht helfen. Von Scheinwut spricht man bei Tieren, die Anzeichen einer Wutreaktion zeigen, wenn man sie ärgert. Da diese keine menschlichen Empfindungen haben, nennt man dieses Verhalten: Scheinwut. Sie ärgern sich nur zum Schein. Kaum ist das Problem behoben, verschwindet die Wut auch schon wieder. Auch bei einem Kind, das wütend auf eine Tischkante ist, wenn es sich an ihr gestossen hat, spricht man von einer Scheinwut. Das Gute an der Scheinwut ist, dass man sie, im Gegensatz zu einer echten tiefsitzenden menschlichen Wut, relativ schnell wieder loswird Lissy Heiligers Leben ist von Wut in unterschiedlichsten Formen und Farben bestimmt. Klar - das sind zum Teil sehr hausgemachte Probleme, denn die nie gross gewachsene Frau hat ohne Frage ihre sagen wir mal: Eigenheiten. Auf der anderen Seite: Ihr Leben ist bzw. war letzten Endes alles andere als ein Kindergeburtstag. Die tiefe Melancholie, die immerzu aus Lissy Heiligers Worten spricht, ist der Mittelpunkt einer Reise durch das Innenleben einer Frau, der es nicht gelingt, ihr Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Alles bleibt bis zum Finale ein Kampf. Bettie I. Alfreds «Wuttrilogie» ist und schafft eine eigene atmosphärische Welt. Die Autorin spricht nicht nur Lissy Heiliger selbst - und das mit einer berührenden Mischung aus Witz und Schwermut: der spezielle Klang ihrer Aufnahmen, das Abspielen verzerrter Musik, die verrauschten Wortaufnahmen, das Zurückspulen, Wiederholen und Korrigieren von Sätzen all das zeigt nicht nur die Ambivalenzen der Beziehungen und Atmosphären in Lissys Leben auf, sondern lässt die Hörerinnen und Hörer gekonnt und unterhaltsam am Prozess des Hörspielmachens teilhaben. Zusammen mit den wunderbaren Stimmen von Jens Harzer (Ehemann) und Leopold von Verschuer (Vater) entführt uns Bettie I. Alfred immer weder in dieses liebevolle Wahnsinnskästchen, das Lissy Heiligers Leben ist - und aus dem sie nicht herauskann. «Scheinwut» ist der (vorerst) letzte Teil der «Wuttrilogie». Die Hörspiele «Reisewut» und «Zauderwut» können parallel zur Ausstrahlung von «Scheinwut» online gehört werden auf srf.ch/hoerspiel. Mit: Bettie I. Alfred (Lissy Heiliger), Jens Harzer (Ehemann), Daniel Höpfner (Erzähler) und Leopold von Verschuer (Vater) Idee, Text und Realisation: Bettie I. Alfred - Produktion: Autorenproduktion in Zusammenarbeit mit dem SWR 2021 - Dauer: 54'
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  • Folge vom 02.04.2021
    «Herr Biedermann und die Brandstifter» von Max Frisch
    Ein Klassiker des modernen Theaters und ein Welterfolg sondergleichen: Max Frischs Parabelstück vom fahrlässigen Umgang eines freien Bürgers mit den Feinden seiner Freiheit. Am Karfreitag gibt es auf SRF 1 ein Wiederhören mit der «Biedermann»-Urversion, die Frisch 1953 fürs Radio geschrieben hat. Brandstifter gehen um in der Stadt, doch Herrn Biedermann kümmert das nicht, solange es ihn nicht trifft. Und als es ihn trifft, will er es nicht wahrhaben, sogar als Benzinfässer in sein Haus geschafft werden. Angst und Fantasielosigkeit lassen ihn glauben, er werde verschont bleiben, wenn er nur mit den Brandstiftern paktiere. Schliesslich drückt er ihnen selbst die Streichhölzer in die Hand – als Vertrauensbeweis. Die Idee zum «Biedermann»-Stück taucht zuerst in Frischs «Tagebuch 1946–1949» auf, unter dem Titel «Burleske». Aus dieser Skizze entwickelte Frisch das Hörspiel. Erst später entstand daraus das Theaterstück: «Erschöpft vom Homo faber, der eben fertig war, fühlte ich mich nicht fähig, sogleich an das grosse Stück vom andorranischen Juden zu gehen. Auch hatte ich lange nicht für die Bühne geschrieben, Fingerübungen waren vonnöten. So nahm ich das Hörspiel, um zwei Monate lang meine Fingerübungen zu machen.» Das Theaterstück «Biedermann und die Brandstifter» wurde 1958 in Zürich uraufgeführt. Mit: Helmut Winkelmann (Verfasser), Wolfgang Rottsieper (Biedermann), Gertrud Rudolph (Frau Biedermann), Fred Kretzer (Schmitz), Paul Felix Binz (Eisenring), Susi Aeberhard (Anna) Tontechnik: Daniel Ryser - Regie: Klaus W. Leonhard - Produktion: SRF 1971 - Dauer: 71' Das Hörspiel steht bis am 2.5.2021 zum Nachhören und als Download zur Verfügung.
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  • Folge vom 01.04.2021
    3/3: «Im Tal der Gebeine» von Alfred Bodenheimer
    Der Zürcher Rabbi Gabriel Klein versucht, einen Mordfall in seiner Verwandtschaft aufzuklären. Dabei stösst er auf familiäre Geheimnisse und kommt einer Tragödie auf die Spur. Nach dem Pessach-Fest reist Gabriel Klein zu einem Rabbiner-Kongress nach Wien. In Wien trifft er auch einen gewissen Baron von Hargelsberg, der zugibt, Bianca Himmelfarb kurz vor ihrer Ermordung in Zürich besucht zu haben. Er verlangte von ihr, der bedeutenden Kunsthändlerin und -mäzenin, eine Entschädigung für eine Reihe von Gemälden, die ein jüdischer Galerist im Haus seines Vaters vor den Nazis versteckt hatte. Die Kunstwerke des Malers Friedrich Holper galten nach dem 2. Weltkrieg als verschollen, aber Bianca Himmelfarb hatte sie aufgestöbert und in ihren Besitz gebracht. Später präsentierte sie sie der staunenden Öffentlichkeit. Ihre Erklärung: «Ich bin nicht an die Bilder gekommen. Die Bilder sind zu mir gekommen». Mit: Thomas Sarbacher (Erzähler), Hanspeter Müller-Drossaart (Rabbi Gabriel Klein), Noemi Gradwohl (Rivka Klein), Julia Jentsch (Kommissarin Bänziger), Doris Wolters (Bianca), Verena Buss (Ruth), Thomas Douglas (Jamie, Sohn von Ruth), Helmut Vogel (Baron von Hargelsberg), Graziella Rossi (Filomena Haas), Siegfried Terpoorten (Rabbi Kalman), Phil Hayes (Dicky), Ernst Süss (TV-Sprecher) Musik: Olivier Truan - Liedtexte und Gesang: Ella Tadmor - Hörspielfassung: Alfred Bodenheimer und Buschi Luginbühl - Dramaturgie: Reto Ott - Tontechnik: Franz Baumann - Regie: Buschi Luginbühl - Produktion: SRF 2020 - Dauer: 50' Alle drei Teile stehen Ihnen bis Mitte Oktober 2021 zum Nachhören und Download zur Verfügung.
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