
Kultur & GesellschaftLeben & Liebe
"Ich bin ein Dichter für Schwindelfreie" - Eine Lange Nacht über Arthur Schnitzler
Wie kein Zweiter steht Arthur Schnitzler (1862-1931) für die Literatur des Wiener Fin de Siècle. Mit Werken wie dem "Reigen" traf er provozierend einen Nerv und löste Skandale aus. Grund genug, diesem bedeutenden Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts eine "Lange Nacht" zu widmen.
Der Arzt und Schriftsteller diagnostizierte die Alpträume seiner Generation: ihre enttäuschten Liebeswünsche, das Ungleichgewicht in den Beziehungen zwischen Mann und Frau, die Lebensangst und die verzweifelte Suche nach einem Sinn.
In den letzten Jahren der Habsburger Monarchie, die von der politischen Lähmung des Wiener Bürgertums geprägt war, war die Liebelei als Reigen quer durch die sozialen Schichten von Zynismus durchsetzt - und entpuppt sich in Schnitzlers Texten oft als Flucht vor der Depression.
Wie sein Zeitgenosse Sigmund Freud interessierte sich der Dichter für das Unbewusste und stellte die Vorgänge in den Tiefenschichten der Seele auf der Traumbühne seiner Novellen und Theaterstücke aus: "Ein weites Land".
Eine Lange Nacht über Arthur Schnitzler im Überblick
| Sendezeit | Sa, 12.04.2014 | 23:05 - 02:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Lange Nacht" |