Nur 23 Jahre alt wurde Georg Büchner und gilt doch als einer der bedeutendsten deutschen Autoren
Nur 23 Jahre alt wurde Georg Büchner und gilt doch als einer der bedeutendsten deutschen Autoren © Roland zh, upload on 4. September 2009 / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0

Kultur & Gesellschaft

"Ich habe darüber meine eigenen Gedanken" - Georg Büchner

Am 17. Oktober jährt sich der Geburtstag von Georg Büchner zum 200. Mal. Trotz seines frühen Todes, wäre die moderne Literatur in ihrer jetzigen Form ohne den Vormärz-Schriftsteller kaum vorstellbar. Büchner war sowohl Revolutionär als auch Forscher, empathisch und analysierend zugleich.

Vor 200 Jahren, am 17. Oktober 1813, wurde Georg Büchner geboren und starb, gerade mal 23-jährig, 1837. Doch welch ein Werk hat Georg Büchner in nur drei Jahren Arbeit hinterlassen.

Herausragende Theaterstücke wie "Dantons Tod", "Woyzeck" und "Leonce und Lena", die Novelle "Lenz" und die polemische Flugschrift "Der Hessische Landbote" zählen dazu. Viele Briefe sind überliefert, die seine Gedanken und Hoffnungen enthalten.

Im Zentrum dieser "Langen Nacht" steht ein zweistündiges Büchner-Porträt: Eine Art innere Autobiografie aus Briefen, dem dichterischen Werk und aus Zeitdokumenten über Büchner zu einer szenischen Collage gestaltet.

Die moderne deutsche Literatur ist ohne Georg Büchner nicht vorstellbar. Wohl auch deshalb trägt der wichtigste Literaturpreis für deutschsprachige Autorinnen und Autoren, verliehen von der Akademie für Sprache und Dichtkunst, seinen Namen. 1985 erhielt Heiner Müller den Büchner-Preis. In seiner Dankesrede sprach er von der immer noch "offenen Wunde Woyzeck".

Kaum ein anderer die Zeiten überdauernder Autor enthüllt mit derart gedanklicher Klarheit und poetischer Lakonie die Brutalität menschlicher und sozialer Widersprüche wie Georg Büchner: "Was ist das, das in uns lügt, mordet, stiehlt?"

Georg Büchner im Überblick

Sendezeit Sa, 12.10.2013 | 23:05 - 02:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Lange Nacht"
Radiosendung