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"Ich habe darüber meine eigenen Gedanken" - Georg Büchner
Vor 200 Jahren, am 17. Oktober 1813, wurde Georg Büchner geboren und starb, gerade mal 24-jährig, 1837. Doch welch ein Werk hat Georg Büchner in nur drei Jahren Arbeit hinterlassen: herausragende Theaterstücke wie "Dantons Tod", "Woyzeck" und "Leonce und Lena". Dazu die Novelle "Lenz" und die polemische Flugschrift "Der hessische Landbote".
Viele Briefe sind überliefert, die seine Gedanken und Hoffnungen enthalten. Im Zentrum dieser "Langen Nacht" steht ein zweistündiges Büchner-Porträt: Eine Art innere Autobiografie aus Briefen, dem dichterischen Werk und aus Zeitdokumenten über Büchner zu einer szenischen Collage gestaltet.
Die moderne deutsche Literatur ist ohne Georg Büchner nicht vorstellbar. Wohl auch deshalb trägt der wichtigste Literaturpreis für deutschsprachige Autorinnen und Autoren, verliehen von der Akademie für Sprache und Dichtkunst, seinen Namen. 1985 erhielt Heiner Müller den Büchner-Preis. In seiner Dankesrede sprach er von der immer noch "offenen Wunde Büchner".
Kaum ein anderer die Zeiten überdauernder Autor enthüllt mit derart gedanklicher Klarheit und poetischer Lakonie die Brutalität menschlicher und sozialer Widersprüche, wie Georg Büchner: "Was ist das, das in uns lügt, mordet, stiehlt?"
"Ich habe darüber meine eigenen Gedanken" - Georg Büchner im Überblick
| Sendezeit | Sa, 12.10.2013 | 00:05 - 03:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Lange Nacht" |
