Vom Ruhm in die Einsamkeit: Bergman 1966
Vom Ruhm in die Einsamkeit: Bergman 1966 © Joost Evers (CC BY-SA 3.0), https://bit.ly/2JLaQph

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Im Labyrinth der Seelen - Eine Lange Nacht über Ingmar Bergman

Der schwedische Filmautor und Theatermacher Ingmar Bergman war zeitlebens nicht unumustritten. Seine persönlichen Erlebnisse ließ er maßgeblich in seine Arbeiten einfließen, was ihm zu großem Erfolg verhalf. Am 14. Juli hätte er 100. Geburtstag gefeiert.

Der Schwede Ingmar Bergman feierte mit seinem Frühwerk bereits Erfolge, die mittlerweile zur Nachrkriegsklassik gehören. Darunter "Wilde Erdbeeren" und "Das siebente Siegel". Bergman thematisierte besonders gerne Vanitasmotive wie den Tod und die Einsamkeit des Menschen. Besonders zeichnet seine Filmsprache die langen Naheinstellungen in einem charakteristischen Lichtfall aus, die expliziten Sexualdarstellungen verhalfen "Das Schweigen" zu einem Skandalerfolg.

Passend dazu auch der, welchen er durch die Dispute mit der schwedischen Finanzbehörde auslöste. Aus Protest an der falschen Kritik an seiner Person zog er für kurze Zeit nach München und versuchte sich dort an der Theaterwelt. Im Theater galt er als Erneuerer, der die Arbeit mit den Schauspielern auf neue Ebenen hob. In Schweden inszenierte er für das Königliche Theater, mit welchem er sich letztendlich ebenfalls zerstritt.

Bergmans Werke heimsten zahlreiche bedeutende Preise ein, darunter mehrere Oscars. Die Authentizität spielte dabei eine große Rolle, denn er verarbeitete den Großteil seiner Erlebnisse und Empfindungen in seinen Filmen. Besonders die Zurückweisung und Kälte seiner Eltern als Kind konnte er nie überwinden, gleichzeitig war er für seine eigenen kaum da. Am Ende des Lebens zog er sich vereinsamt auf eine Insel zurück.

Im Labyrinth der Seelen - Eine Lange Nacht über Ingmar Bergman im Überblick

Sendezeit Sa, 14.07.2018 | 23:05 - 02:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Lange Nacht"
Radiosendung

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