Am 1. März 2025 landet ein Flugzeug in Wien. An Bord sitzt eine junge Frau namens Evelyn T. Sie ist 26 Jahre alt. Die letzten Jahre hat sie in einem Gefangenenlager in Syrien verbracht. Evelyn T. ist eine der Österreicherinnen, die vor Jahren nach Syrien ausgewandert sind, um sich der Terrormiliz IS anzuschließen. Doch kaum ist sie in der IS-Hochburg angekommen, bereut sie ihre Entscheidung.
Evelyn flieht und landet in einem kurdischen Gefangenenlager. Von dort will sie nach Österreich zurückkehren. Doch es vergehen acht Jahre, bis die Behörden sie holen. Zurück in Wien, wird Evelyn noch am Flughafen festgenommen. Wenige Wochen später wird sie wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt.
In dieser Folge von Inside Austria rekonstruieren wir die Geschichte einer ehemaligen IS-Anhängerin aus Österreich. Wir fragen, wie Evelyn T. aus der Wiener Vorstadt zur Terrororganisation "Islamischer Staat" nach Syrien gekommen ist. Warum ihre Rückholung so viele Jahre gedauert hat und wie der Prozess in Österreich ablief.
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DER STANDARD und DER SPIEGEL rekonstruieren die großen und kleinen Skandale Österreichs. WIR blicken in politische Abgründe und erklären zusammen mit den Journalistinnen und Journalisten beider Redaktionen, was die Republik bewegt. "Inside Austria" erscheint Samstags – überall, wo es Podcasts gibt.
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Folge vom 11.04.2026Die Österreicherin, die vom IS zurückkehrte (Replay)
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Folge vom 04.04.2026Egisto Ott - Jan Marsaleks Spion in Österreich?Es ist einer der meistbeachteten Prozesse in Österreich derzeit: Dem früheren Geheimdienstmitarbeiter Egisto Ott wird Amtsmissbrauch und Spionage zugunsten Russlands vorgeworfen. Besonders brisant ist der Fall, weil Ott mutmaßlich auch für den in Russland untergetauchten Ex-Wirecard Manager Jan Marsalek spioniert haben soll. All das wird gerade vor dem Landesgericht Wien aufgerollt. In dieser Folge von "Inside Austria" erklären wir, was bislang im Gericht passiert ist. Wie Egisto Ott sich gegen die Vorwürfe wehrt, welche Zeugen ihn belasten. Und welche Rolle Jan Marsalek bei dem Prozess spielt. In dieser Folge zu hören: Fabian Schmid (leitender Redakteur Investigativ beim STANDARD), Laurin Lorenz (Investigativredakteur beim STANDARD); Interview: Lucia Heisterkamp und Antonia Rauth; Produktion: Christoph Neuwirth
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Folge vom 28.03.2026Wien, die einst grantigste Stadt der Welt (Replay)Immer wieder wird Österreichs Hauptstadt Wien zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt. In den Bereichen Stabilität, Gesundheitssystem, Bildung und Infrastruktur erreichte Wien die volle Punktzahl. Besonders gut bewertet wurden auch die vielen Grünflächen, die öffentlichen Verkehrsmittel und das umfangreiche Kulturprogramm. Nur in einem Punkt schneidet Wien schlecht ab: die Freundlichkeit. In kaum einer anderen Stadt fühlen sich laut der Studie internationale Fachkräfte weniger willkommen als in der österreichischen Metropole. Wienerinnen und Wiener gelten als notorisch schlecht gelaunt, nörgelnd und bisweilen gar boshaft. Aber sind die Wienerinnen und Wiener tatsächlich unfreundlich? Oder verstehen internationale Besucher einfach nicht den speziellen Humor der Einheimischen? Immerhin gibt es in Wien eigene Begriffe, die den »speziellen Umgangston« der Einwohner charakterisieren: der Grant und der Schmäh. In dieser Folge von »Inside Austria« wollen wir wissen, was es mit dem Grant und dem Schmäh auf sich hat. Dazu sprechen wir mit Einwohnern, Expats und einer Stadtpsychologin. Und wir fragen, was Wien so lebenswert macht.
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Folge vom 21.03.2026Digitale Gewalt und Femizide: Was läuft falsch in Österreich?Bei der "Missing-Link-Podcastnacht" in Wien hat Inside Austria live über Gewalt an Frauen, Femizide und mediale Frauenfeindlichkeit gesprochen. Gemeinsam mit der Geschlechterpolitikexpertin und STANDARD-Redakteurin Beate Hausbichler, sowie der Autorin und STANDARD-Kolumnistin Ingrid Brodnig geht es um die strukturellen Ursachen von Gewalt, um gesellschaftliches Wegschauen und um die Frage, warum Frauen, die sich öffentlich äußern, noch immer so massiv angefeindet werden. Die Diskussion dreht sich auch darum, wo Gewalt eigentlich beginnt: nicht erst mit der Tat, sondern oft viel früher – bei Kontrolle, Einschüchterung, Abwertung und Hass. Eine Livefolge über Frauenhass, Öffentlichkeit und die Muster, die tödlicher Gewalt häufig vorausgehen.